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Red Cat Aktie: 2,49-Millionen-Auftrag der US Air Force

Red Cat Holdings steigert Umsatz im Q2 2026 massiv, verfehlt aber Analystenprognosen. Die Bruttomarge verbessert sich, während der Nettoverlust hoch bleibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzsprung um 527 Prozent
  • Markterwartungen knapp verfehlt
  • Bruttomarge verbessert sich deutlich
  • Übernahme Quaze abgeschlossen

Red Cat Holdings hat die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und dabei ein massives Umsatzwachstum vermeldet. Trotz einer Steigerung der Erlöse um 527 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verfehlte das Unternehmen die Erwartungen des Marktes bei der Umsatzhöhe, konnte jedoch bei der Bruttomarge punkten. Parallel dazu treibt der Spezialist für unbemannte Systeme seine Expansion durch eine abgeschlossene Übernahme und neue Regierungsaufträge voran.

Umsatzsprung verfehlt Markterwartungen

Im zweiten Quartal 2026 erwirtschaftete Red Cat Holdings einen Umsatz von 20,2 Millionen US-Dollar. Zwar entspricht dies einem Zuwachs von 527 Prozent gegenüber dem Vorjahr, dennoch blieb das Ergebnis hinter den Schätzungen zurück. Medienberichten zufolge lag der Konsens der Analysten bei FactSet zuvor bei 22,7 Millionen US-Dollar. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 beläuft sich der Umsatz damit auf 35,7 Millionen US-Dollar.

Trotz des verfehlten Umsatzziels konnte das Unternehmen die Profitabilität auf Bruttoebene verbessern. Der Bruttogewinn im zweiten Quartal belief sich auf 3,3 Millionen US-Dollar, was einer Bruttomarge von 16,1 Prozent entspricht. Damit steigerte Red Cat die Marge sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal als auch sequenziell gegenüber dem ersten Quartal 2026. Unterm Strich blieb das Unternehmen jedoch defizitär: Der Nettoverlust wurde mit 35,3 Millionen US-Dollar angegeben, was 0,26 US-Dollar je Aktie entspricht. Der bereinigte EBITDA-Verlust belief sich auf 31,8 Millionen US-Dollar.

Strategische Zukäufe und Großaufträge

Das Management bekräftigte im Rahmen der Zahlenvorlage die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Demnach wird weiterhin ein Jahresumsatz in einer Spanne von 150 Millionen bis 180 Millionen US-Dollar angestrebt. Die finanzielle Basis für die weitere Expansion scheint solide, da das Unternehmen zum 30. Juni 2026 über Barmittel in Höhe von 325,6 Millionen US-Dollar verfügte.

Ein wesentlicher Schritt zur Stärkung des Portfolios wurde am Donnerstag vollzogen. Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, schloss Red Cat die Übernahme des Unternehmens Quaze ab. Zudem meldete das Unternehmen operative Erfolge im Verteidigungssektor: Die US Air Force erteilte einen Auftrag über 2,49 Millionen US-Dollar für die Lieferung von Black-Widow-Systemen.

Diese Systeme wurden zudem erfolgreich in die OBERON-gesteuerten Feuernetzwerke integriert. Auch im Bereich maritimer Systeme gab es Fortschritte. Das Tochterunternehmen Blue Ops integrierte das Volvo-Penta-D4-320-Antriebssystem in das unbemannte Oberflächenfahrzeug Variant 7.

Analysten reagieren mit Kurszielanpassungen

An der Börse sorgten die Quartalszahlen für Bewegung. Das Papier notiert aktuell bei 8,62 Euro und liegt damit 1,10 Prozent über seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 8,53 Euro. Gegenüber dem vergangenen Freitag legte der Kurs heute um 8,11 Prozent zu. Dennoch bleibt die Aktie mit einem Abstand von 47,12 Prozent deutlich hinter ihrem 52-Wochen-Hoch zurück, das im März bei 16,30 Euro markiert wurde.

Die Analysten bewerten die Lage der Red Cat Holdings unterschiedlich. Die Experten von Needham senkten am Freitag ihr Kursziel für die Aktie von 20 auf 15 US-Dollar, behielten jedoch ihre Einschätzung bei.

Demgegenüber steht die Analyse von Northland Securities, die am Freitag ihre Kaufempfehlung („Buy“) für den Wert bestätigte. Während die Erlösdynamik und die starke Cash-Position gewürdigt werden, bleibt der Fokus der Anleger auf der Erreichung der ehrgeizigen Jahresprognose und der Reduzierung der operativen Verluste.

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Diskussion zu Red Cat

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.