Wachstum auf dem Papier, Druck an der Börse. Red Cat hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz auf 15,5 Millionen Dollar katapultiert — ein Plus von 849 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotzdem reagierten Anleger verhalten: Die Aktie notiert rund 41 Prozent unter ihrem Januarhoch und liegt mit einem RSI von 35 im überverkauften Bereich.
Starkes Wachstum, schwache Marge
Der Umsatzsprung ist beeindruckend. Die Profitabilität hinkt hinterher. Red Cat verbuchte einen Nettoverlust von 0,22 Dollar je Aktie — Analysten hatten 0,14 Dollar erwartet. Der Gesamtverlust im Quartal weitete sich auf 26,55 Millionen Dollar aus.
Die Bruttomarge verbesserte sich auf 12,7 Prozent, nachdem sie im Vorjahreszeitraum noch negativ war. Das mittelfristige Ziel des Managements liegt bei 30 Prozent. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Die operativen Ausgaben beliefen sich auf 29,3 Millionen Dollar, davon acht Millionen für Forschung und Entwicklung.
Immerhin: Red Cat sitzt auf einer Liquiditätsreserve von 131,9 Millionen Dollar und verfügt über ein Nettoumlaufvermögen von rund 190 Millionen Dollar. Das gibt dem Unternehmen Zeit.
Maritime Expansion und internationale Aufträge
Red Cat will sein Geschäft über Luftdrohnen hinaus ausweiten. Auf dem Earnings Call am 7. Mai stellte das Management die Produktion von 245 unbemannten Wasserfahrzeugen vor — 145 Fiberglas-Rümpfe und rund 100 per 3D-Druck gefertigte Fünf-Meter-Boote. Das sogenannte „Blue Ops“-Programm soll zwischen 130 und 150 Millionen Dollar Umsatz einbringen.
Parallel dazu gewinnt das Kernprodukt, das Teal Black Widow Drohnensystem, international an Fahrt. Das japanische Verteidigungsministerium bestellte 173 Einheiten. Ein weiterer, namentlich nicht genannter Verbündeter im asiatisch-pazifischen Raum schloss sich an. Ferner sicherte sich Red Cat einen Auftrag über die NATO-Beschaffungsagentur NSPA. Die Integration mit dem Anduril-Lattice-System gilt dabei als wichtiger technischer Schritt, der Red Cats Hardware in größere Verteidigungsnetzwerke einbettet.
Das Management beziffert die gesamte Auftragspipeline für das Black-Widow-System auf rund 700 Millionen Dollar.
Insider verkaufen, Institutionelle reduzieren
Kein Wunder, dass das Kursumfeld angespannt bleibt. Institutionelle Investoren haben ihre Positionen zuletzt um gut 50 Prozent reduziert. CEO Jeffrey Thompson verkaufte seit 2021 über 540.000 Aktien für insgesamt rund 5,7 Millionen Dollar.
Analysten bleiben dennoch optimistisch. Der Konsens lautet „Kaufen“, mit Kurszielen zwischen 20,67 und 21,75 Dollar — weit über dem aktuellen Niveau von 8,66 Euro. Das Management hält an einem Jahresumsatzziel von 150 bis 180 Millionen Dollar fest und verweist auf Produktionskapazitäten für über eine Milliarde Dollar Jahresvolumen.
Ob die Zahlen diese Ambitionen stützen können, wird sich auf der Hauptversammlung am 18. Juni zeigen — dem nächsten größeren Termin im Unternehmenskalender.
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