Bei Realty Income greifen derzeit mehrere strategische Rädchen ineinander. Während sich das Management durch eine großvolumige Anleihe frisches Kapital für die weitere Expansion sichert, trennen sich erste Insider von ihren Anteilen. Gleichzeitig ziehen sich Leerverkäufer spürbar zurück – eine Kombination, die das Marktumfeld für den Immobilien-REIT aufhellt.
Frisches Kapital für Europa
In der kommenden Woche schließt das Unternehmen eine weitreichende Finanzierungsrunde ab. Am 7. April wird die Platzierung unbesicherter vorrangiger Schuldverschreibungen im Volumen von 800 Millionen US-Dollar erwartet. Interessant ist dabei vor allem die strategische Komponente: Über einen Währungsswap wandelte das Management 500 Millionen Dollar in Euro um. Dieser Schritt senkt die effektive Rendite auf rund 4,07 Prozent und unterstreicht die aktiven Bemühungen, die Finanzierungskosten für die geplante Expansion auf dem europäischen Markt zu optimieren. Das frische Geld soll unter anderem in neue Immobilienkäufe und die Schuldentilgung fließen.
Insider verkaufen, Shortseller fliehen
Kurz vor Abschluss dieser Transaktion fielen zwei Führungskräfte durch Aktienverkäufe auf. Executive Vice President Michelle Bushore, die das Unternehmen im September verlassen wird, und Director Gregory McLaughlin veräußerten innerhalb von 48 Stunden Papiere im Gesamtwert von über 664.000 US-Dollar. Solche Insider-Bewegungen sorgen oft für Skepsis bei Anlegern.
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Allerdings zeichnet der breite Markt ein völlig anderes Bild. Die Leerverkäufer ziehen sich massiv zurück. Bis Mitte März sank die Zahl der leerverkauften Aktien um beachtliche 16,8 Prozent. Aktuell sind nur noch 2,6 Prozent der ausstehenden Papiere geshortet, was den Druck auf den Aktienkurs deutlich verringert.
Dividendenplus stützt den Kurs
Für einkommensorientierte Anleger rückt nun der 15. April in den Fokus. An diesem Tag zahlt der REIT eine erhöhte monatliche Dividende von 0,2705 US-Dollar je Aktie aus. Damit setzt das Unternehmen eine seltene Serie fort und hebt die Ausschüttung im 32. Jahr in Folge an. Diese fundamentale Verlässlichkeit spiegelt sich auch in der aktuellen Kursentwicklung wider. Mit einem Schlusskurs von 54,03 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein solides Plus von 10,49 Prozent.
Die Basis für die kommenden Monate bildet die bestätigte Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Das Management kalkuliert mit einem bereinigten operativen Ergebnis (AFFO) von 4,38 bis 4,42 US-Dollar je Aktie und plant Zukäufe im Wert von rund acht Milliarden US-Dollar bei einer physischen Auslastung von fast 99 Prozent. Analysten von Stifel und Scotiabank bestätigten nach diesen Ankündigungen ihre positiven Einschätzungen und raten weiterhin zum Kauf der Papiere.
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