Realty Income sorgt für Unruhe im nachbörslichen Handel. Der bekannte Immobilien-REIT kündigte am späten Montagabend die Platzierung von Wandelanleihen im Volumen von 750 Millionen US-Dollar an. Während das Management damit eine wichtige Refinanzierung einleitet, fürchten Anleger vor allem eines: Die potenzielle Verwässerung ihrer Anteile durch die Ausgabe neuer Aktien.
Die Details zur Kapitalspritze
Am Abend des 5. Januar 2026 veröffentlichte Realty Income die Pläne für die Ausgabe von sogenannten „Convertible Senior Notes“ mit Fälligkeit im Jahr 2029. Das Angebot richtet sich exklusiv an institutionelle Investoren. Besonders relevant für Aktionäre ist die Struktur der Anleihen: Sie können nach Wahl des Unternehmens in Bargeld, Realty Income Aktien oder eine Kombination aus beidem umgewandelt werden.
Zusätzlich räumt das Unternehmen den Erstkäufern eine Option ein, innerhalb von 13 Tagen weitere Anleihen im Wert von bis zu 112,5 Millionen US-Dollar zu erwerben. Der Bruttoerlös könnte somit auf rund 862,5 Millionen US-Dollar steigen. Die Börse reagierte prompt auf die Ankündigung: Nachdem die Aktie den regulären Handel noch am 52-Wochen-Hoch von 57,85 US-Dollar beendet hatte, gab der Kurs nachbörslich um gut 1,1 Prozent nach.
Dringende Refinanzierung steht an
Der Schritt erfolgt nicht ohne Grund, sondern dient einem konkreten Zweck im Schuldenmanagement. Realty Income steht unter Zeitdruck, da bereits am 13. Januar 2026 – also in der kommenden Woche – vorrangige Anleihen im Volumen von 500 Millionen US-Dollar fällig werden. Diese sind aktuell mit einem Zinssatz von 5,050 Prozent verzinst.
Ein Großteil der Einnahmen aus der neuen Wandelanleihe fließt direkt in die Tilgung dieser Verbindlichkeit. Das Unternehmen schichtet damit effektiv kurzfristige Schulden in ein neues Instrument mit Laufzeit bis 2029 um. Überschüssige Mittel sind für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen, was auch Immobilienentwicklungen oder potenzielle Aktienrückkäufe einschließen könnte.
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Bewertung und institutionelles Interesse
Trotz des kurzfristigen Drucks durch die Kapitalmaßnahme bleiben die fundamentalen Kennzahlen stabil. Mit einer Dividendenrendite von rund 5,62 Prozent gehört der Titel weiterhin zu den ausschüttungsstarken Werten im Immobiliensektor. Allerdings ist die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 53 ambitioniert und liegt über dem Branchendurchschnitt.
Interessanterweise zeigen aktuelle Daten, dass professionelle Anleger das Rückschlagspotenzial offenbar als begrenzt einschätzen. So hat Leslie Global Wealth LLC seine Position im dritten Quartal massiv ausgebaut und den Bestand um über 990 Prozent erhöht. Dies deutet darauf hin, dass Teile des Marktes das langfristige Geschäftsmodell höher gewichten als die temporäre Volatilität durch Refinanzierungsmaßnahmen.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die finale Preisfestsetzung der Anleihen und die reibungslose Ablösung der am 13. Januar fälligen Schulden, um die Bilanzstabilität langfristig zu sichern.
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