Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Raytheon Aktie: Vor dem Quartalszahlen-Test

Raytheon Aktie: Vor dem Quartalszahlen-Test

Raytheon steht vor der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse bei einem 52-Wochen-Hoch, während Analysten einen Gewinnrückgang erwarten. Die Aktie profitiert von der Aussicht auf höhere US-Verteidigungsbudgets.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten prognostizieren Gewinnrückgang im vierten Quartal
  • Aktienkurs erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • Politische Debatte um Rückkäufe und Verteidigungshaushalt
  • Solide Auftragslage durch langfristige Rüstungsprojekte

Die Stimmung um den Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Raytheon ist gespalten. Während Analysten für das vierte Quartal einen Gewinnrückgang prognostizieren, treibt die Börse den Kurs seit Monaten kräftig nach oben. Am 27. Januar 2026 werden die Zahlen zeigen, ob die optimistischen Anleger recht behalten oder ob die hohen Erwartungen enttäuscht werden.

Zwischen Analysten-Skepsis und Anleger-Optimismus

Die Erwartungen an Raytheons Quartalsbericht sind hoch. Analysten rechnen für das vierte Quartal mit einem Rückgang des Gewinns pro Aktie (EPS) um 5,84 Prozent auf 1,45 US-Dollar. Diese vorsichtige Prognose steht in krassem Gegensatz zur jüngsten Kursentwicklung: Die Aktie legte in den vergangenen 120 Tagen fast 30 Prozent zu und notiert aktuell auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Offenbar setzt der Markt auf ein besseres Ergebnis und eine positive Prognose („beat and raise“). Das aktuelle KGV von knapp 40 spiegelt dieses hohe Vertrauen in das zukünftige Wachstum wider. Sollte Raytheon lediglich die Erwartungen erfüllen, droht eine Enttäuschungsreaktion („sell the news“), da ein stärkeres Ergebnis bereits eingepreist ist.

Politische Kommentare und Budget-Aussichten

Kürzlich geriet Raytheon auch durch politische Äußerungen in den Fokus. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump kritisierte das Unternehmen öffentlich für seine Aktienrückkaufprogramme und warf ihm vor, bei der Erfüllung militärischer Aufträge zu langsam zu sein. Er drohte sogar an, weitere Rückkäufe zu verbieten, falls Raytheon weiter mit der Regierung Geschäfte machen wolle.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Raytheon?

Diese Kritik ließ die Aktie zunächst unter Druck geraten. Die Stimmung drehte jedoch schnell, als Trump zeitgleich eine massive Erhöhung des US-Verteidigungshaushalts für 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar vorschlug – ein deutlicher Sprung gegenüber den 901 Milliarden für 2026. Der Markt wertete dies als klares Signal für künftig üppigere Staatsaufträge, und die Aktie erholte sich kräftig. Die Aussicht auf höhere Budgets scheint die Sorgen über mögliche Einschränkungen bei den Rückkäufen zu überwiegen.

Solide operative Basis durch Rüstungsaufträge

Unabhängig von der politischen Diskussion stützt sich Raytheon auf eine solide operative Basis mit langfristigen Großaufträgen. Das Unternehmen modernisiert beispielsweise die Radarsysteme der B-52-Bomberflotte, um deren Einsatzfähigkeit bis 2050 zu sichern. Zudem ist Raytheon ein Schlüsselpartner beim norwegischen Luftabwehrsystem NASAMS, für das aktuell günstigere Abfangraketen entwickelt werden. Auch in der Entwicklung autonomer Flugzeuge ist das Unternehmen mit speziellen Radarsystemen involviert. Diese Projekte bilden eine verlässliche Grundlage für künftige Umsätze.

Die Quartalszahlen Ende Januar werden nun zeigen, ob der aktuelle Höhenflug der Aktie gerechtfertigt ist oder ob die Diskrepanz zwischen Analystenmeinung und Marktstimmung zu einer Korrehrung führt.

Anzeige

Raytheon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Raytheon-Analyse vom 13. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Raytheon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Raytheon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Raytheon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

Weitere Nachrichten zu Raytheon