Die Stimmung um den Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Raytheon ist gespalten. Während Analysten für das vierte Quartal einen Gewinnrückgang prognostizieren, treibt die Börse den Kurs seit Monaten kräftig nach oben. Am 27. Januar 2026 werden die Zahlen zeigen, ob die optimistischen Anleger recht behalten oder ob die hohen Erwartungen enttäuscht werden.
Zwischen Analysten-Skepsis und Anleger-Optimismus
Die Erwartungen an Raytheons Quartalsbericht sind hoch. Analysten rechnen für das vierte Quartal mit einem Rückgang des Gewinns pro Aktie (EPS) um 5,84 Prozent auf 1,45 US-Dollar. Diese vorsichtige Prognose steht in krassem Gegensatz zur jüngsten Kursentwicklung: Die Aktie legte in den vergangenen 120 Tagen fast 30 Prozent zu und notiert aktuell auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Offenbar setzt der Markt auf ein besseres Ergebnis und eine positive Prognose („beat and raise“). Das aktuelle KGV von knapp 40 spiegelt dieses hohe Vertrauen in das zukünftige Wachstum wider. Sollte Raytheon lediglich die Erwartungen erfüllen, droht eine Enttäuschungsreaktion („sell the news“), da ein stärkeres Ergebnis bereits eingepreist ist.
Politische Kommentare und Budget-Aussichten
Kürzlich geriet Raytheon auch durch politische Äußerungen in den Fokus. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump kritisierte das Unternehmen öffentlich für seine Aktienrückkaufprogramme und warf ihm vor, bei der Erfüllung militärischer Aufträge zu langsam zu sein. Er drohte sogar an, weitere Rückkäufe zu verbieten, falls Raytheon weiter mit der Regierung Geschäfte machen wolle.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Raytheon?
Diese Kritik ließ die Aktie zunächst unter Druck geraten. Die Stimmung drehte jedoch schnell, als Trump zeitgleich eine massive Erhöhung des US-Verteidigungshaushalts für 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar vorschlug – ein deutlicher Sprung gegenüber den 901 Milliarden für 2026. Der Markt wertete dies als klares Signal für künftig üppigere Staatsaufträge, und die Aktie erholte sich kräftig. Die Aussicht auf höhere Budgets scheint die Sorgen über mögliche Einschränkungen bei den Rückkäufen zu überwiegen.
Solide operative Basis durch Rüstungsaufträge
Unabhängig von der politischen Diskussion stützt sich Raytheon auf eine solide operative Basis mit langfristigen Großaufträgen. Das Unternehmen modernisiert beispielsweise die Radarsysteme der B-52-Bomberflotte, um deren Einsatzfähigkeit bis 2050 zu sichern. Zudem ist Raytheon ein Schlüsselpartner beim norwegischen Luftabwehrsystem NASAMS, für das aktuell günstigere Abfangraketen entwickelt werden. Auch in der Entwicklung autonomer Flugzeuge ist das Unternehmen mit speziellen Radarsystemen involviert. Diese Projekte bilden eine verlässliche Grundlage für künftige Umsätze.
Die Quartalszahlen Ende Januar werden nun zeigen, ob der aktuelle Höhenflug der Aktie gerechtfertigt ist oder ob die Diskrepanz zwischen Analystenmeinung und Marktstimmung zu einer Korrehrung führt.
Raytheon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Raytheon-Analyse vom 13. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Raytheon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Raytheon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Raytheon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
