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Raspberry Pi Aktie: Ausgangssituation glänzend!

Raspberry Pi übertrifft Erwartungen mit Rekordgewinn und Umsatzwachstum. Das Halbleitergeschäft überholt erstmals den Absatz der klassischen Einplatinencomputer.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt um über 40 Prozent nach Jahreszahlen
  • Reingewinn mehr als verdoppelt auf 21,7 Millionen Dollar
  • Chip-Segment wächst um 47 Prozent, überholt Board-Absatz
  • Management sieht 2026 auf oder über Marktniveau

Heute hat Raspberry Pi Holdings die Jahresergebnisse für 2025 vorgelegt — und die Zahlen haben die Erwartungen klar übertroffen. Die Aktie schoss daraufhin um mehr als 40 Prozent nach oben auf 422 Pence. Damit bleibt der Kurs zwar noch rund 25 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 556 Pence, doch die Reaktion zeigt: Der Markt hatte mit weniger gerechnet.

Der bereinigte EBITDA kletterte um 25 Prozent auf 46,4 Millionen Dollar, bei einem Umsatz von 323,2 Millionen Dollar — ein Plus von ebenfalls 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Reingewinn mehr als verdoppelte sich von 11,7 auf 21,7 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von 10,23 auf 14,19 Cent.

Das Chip-Geschäft überholt erstmals die Boards

Das wohl bedeutendste Signal des Jahresberichts kommt nicht aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern aus der Absatzstatistik. Mit 8,4 Millionen verkauften Mikrocontroller-Einheiten überstieg das Halbleitergeschäft erstmals in der Unternehmensgeschichte die Absatzmenge der klassischen Einplatinencomputer — 7,6 Millionen Einheiten mit einem Wachstum von 9 Prozent. Das Chip-Segment allein legte dabei um 47 Prozent zu. Für den Konzern markiert das eine strategische Zäsur: Das Unternehmen entwickelt sich vom Board-Hersteller zum Plattformanbieter mit zwei eigenständigen Umsatzträgern.

Der Durchschnittsverkaufspreis stieg von 43,30 auf 46,70 Dollar — getrieben durch den wachsenden Anteil höhermargiger Halbleiterprodukte. Gleichzeitig erhöhte sich der Bruttogewinn je Einheit von 7,40 auf 8,70 Dollar.

Preiserhöhungen und DRAM-Kosten als Gegenwind

Nicht alles läuft reibungslos. Steigende LPDDR4-Speicherpreise haben die Bruttomarge leicht von 24,4 auf 24,1 Prozent gedrückt. Bei 8-GB-Boards lagen die Preiserhöhungen bei über 50 Prozent, bei 4-GB-Modellen knapp darunter. Das Unternehmen hat die Mehrkosten teils an die Kunden weitergegeben — offenbar ohne nennenswerte Nachfrageeinbußen.

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Zur Absicherung setzt das Management auf Lieferantendiversifizierung und alternative Speichertechnologien: Bereits 30 Prozent der Produkte nutzen kein DDR4-Speicher mehr. Die Nettoliquidität sank zum Jahresende auf 28,1 Millionen Dollar, nach 45,8 Millionen Dollar zu Jahresbeginn — ein Rückgang, der vor allem auf höhere Lagerbestände von 145,3 Millionen Dollar und gestiegene Forderungen zurückzuführen ist.

Regional zeigt sich das Wachstum breit aufgestellt: Die USA legten beim Absatz um 56 Prozent zu, China sogar um 62 Prozent. Europa, Nordamerika und Asien teilen sich den Gesamtabsatz dabei annähernd gleichmäßig auf.

Für das laufende Jahr 2026 stellt das Management ein Ergebnis auf oder deutlich über Marktniveau in Aussicht. Ein Analysehaus hat seine Umsatzprognose für 2026 bereits auf 511 Millionen Dollar angehoben — ein impliziertes Wachstum von 58 Prozent. Der CFO Richard Boult verlässt das Unternehmen noch vor Ende des Jahres; ein Nachfolger soll in der zweiten Jahreshälfte benannt werden.

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