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Symbolbild, KI-generiert

Raspberry Pi Aktie: 8,78 Prozent Minus auf 8,52 Euro

Raspberry Pi verliert nach Rekordhoch deutlich an Wert. Steigende Speicherkosten belasten die Margen und trüben den Ausblick.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrutsch um fast neun Prozent
  • Rekordhoch von 13 Euro verfehlt
  • Steigende DRAM-Preise belasten
  • Fokus auf Industrie und KI

Die Rallye bei Raspberry Pi bekommt Risse. Nach einem fulminanten Kursplus von über 140 Prozent seit Jahresbeginn schicken Anleger die Aktie nun auf Talfahrt. Ein spezifisches Risiko bei den Produktionskosten drückt auf die Stimmung.

Heute verliert das Papier 8,78 Prozent und notiert bei 8,52 Euro. Damit entfernt sich der Kurs deutlich von seinem Rekordhoch bei 13,06 Euro aus der ersten Junihälfte. Trotz des aktuellen Rücksetzers bleibt die Performance seit Januar mit 143 Prozent außergewöhnlich stark.

Der Margen-Vorteil schwindet

Die operative Lage wirkt zweigeteilt. Für die erste Jahreshälfte 2026 rechnet das Management mit über vier Millionen ausgelieferten Einheiten. Das bereinigte EBITDA soll bei mindestens 38 Millionen Dollar liegen.

Diese Zahlen liegen über den ursprünglichen Markterwartungen. Bisher profitierte Raspberry Pi von günstig eingekauften Speicherbausteinen. Diese Vorräte gehen zur Neige, während die Preise für DRAM am Markt anziehen.

Strategische Zukäufe auf Pump

In der zweiten Jahreshälfte dürften die Kosten pro Einheit deshalb steigen. Um die Produktion zu sichern, nutzt das Unternehmen nun Kreditlinien für strategische Zukäufe. Das Management will die Lieferfähigkeit stabil halten, auch wenn die Profitabilität kurzfristig schwankt.

Weltweit hat die Plattform bereits über 73 Millionen Geräte verkauft. Künftig setzt das Unternehmen verstärkt auf industrielle Anwendungen und KI-Lösungen. Diese Bereiche gelten als weniger preissensibel als der klassische Bastlermarkt.

Das Management konzentriert sich nun auf die Umsetzung der neuen Einkaufsstrategie. Steigende Speicherpreise bleiben das größte Risiko für die Bilanz im kommenden Herbst.

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