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Raspberry Pi Aktie: 38 Millionen Dollar EBITDA

Raspberry Pi übertrifft Jahresziele bereits nach sechs Monaten. Rekordverkäufe und günstige Lagerbestände treiben das Ergebnis, doch Margendruck droht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bereinigtes EBITDA übertrifft Erwartungen
  • Über 4 Millionen Einheiten verkauft
  • Günstige DRAM-Bestände stützen Margen
  • Zweite Jahreshälfte mit Margendruck erwartet

Raspberry Pi übertrifft die eigenen Jahresziele nach nur sechs Monaten. Das Unternehmen meldet für das erste Halbjahr 2026 ein bereinigtes EBITDA von mindestens 38 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Analysten hatten für das Gesamtjahr 42 Millionen Dollar erwartet.

Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung von 13,48 Prozent auf 13,05 Euro. Das ist der höchste Stand seit Februar – damals notierte das Papier bei 2,98 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 272,86 Prozent.

Starke Nachfrage, kluge Einkäufe

Der Treiber: Industriekunden und KI-Edge-Computing-Betreiber bestellen die Einplatinencomputer in Rekordstückzahlen. Raspberry Pi verkaufte über 4 Millionen Einheiten im ersten Halbjahr. Hinzu kommt eine strategische Maßnahme: Das Unternehmen hatte 2025 günstig DRAM-Speicher eingekauft und nutzt diese Bestände jetzt. Das drückt die Kosten und hebt die Margen.

Margendruck in Sicht

Die zweite Jahreshälfte dürfte schwieriger werden. Management und Analysten warnen: Die günstigen Lagerbestände sind aufgebraucht. Raspberry Pi muss teurere Speicherchips einkaufen. Die Stückmargen werden voraussichtlich sinken.

Das Unternehmen hat vorhandene Kreditlinien genutzt, um die Lieferketten zu sichern. Engpässe bei Speicherchips bleiben ein Thema.

Hohes Tempo, hohes Risiko

Der RSI liegt bei 78,8 – der Wert gilt als überkauft. Die Volatilität beträgt annualisiert 92,8 Prozent. Anleger setzen auf Raspberry Pi als AI-Hardware-Player. Die Rolle in Fabrikautomation und Robotik gilt als vielversprechend.

Doch die Frage ist offen: Reichen die industriellen Impulse, um den Margendruck im zweiten Halbjahr auszugleichen?

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Diskussion zu Raspberry Pi

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.