Rapid gerät heute wieder unter Druck. Mehrere widersprüchliche Analystenupdates und das Auslaufen einer Vereinbarung mit einem Aktivisteneigner werfen Fragen zur kurzfristigen Entwicklung auf. Kann das neue Management die zuletzt schwächelnde Wachstumsdynamik stoppen?
- Kurs (Schluss Freitag): $14,09, 52‑Wochen‑Hoch: $40,42, Jahrestief-Unterstützung: $13,21
- Truce mit Jana Partners läuft im Januar aus; Quartalszahlen für Q4/2025 werden am 11. Februar erwartet
Analysten uneins
In den vergangenen Tagen haben große Institute ihre Einschätzungen gespreizt. Am 11. Januar senkte Wall Street Zen das Rating auf „Hold“. Zuvor hatte Barclays am 5. Januar das Papier von „Equal‑Weight“ auf „Underweight“ herabgestuft und auf eine verlangsamte Wachstumsdynamik in Kernbereichen verwiesen. RBC reduzierte ebenfalls seine Bewertungserwartungen und verwies auf erhöhte Ausführungsrisiken angesichts eines enger werdenden IT‑Budgets bei Kunden.
Dem gegenüber steht ein Upgrade von Zacks am 6. Januar auf Rang 2 (Buy). Zacks begründete die Aufwertung mit nach oben revidierten Gewinnschätzungen für die kommenden Perioden, die auf eine Verbesserung der Profitabilität hindeuten sollen. Die Marktlage bleibt so gespalten: Einige sehen erste Fundamentaldaten als Anlass zur Vorsicht, andere erkennen noch nicht eingepreiste Erträge.
Strategische Lage
Die Analystenfriktionen fallen mit dem Ende der Vereinbarung mit Jana Partners zusammen. Der Kooperationsvertrag begrenzte Janas Anteil auf 15 % und brachte drei Sitze im Aufsichtsrat; sein Auslaufen könnte erneuten Druck für Verkauf oder Restrukturierung auslösen. Managementwechsel verstärken die Unsicherheit: Rafe Brown trat zum 1. Dezember als CFO an, und der bisherige Finanzchef Tim Adams verließ das Unternehmen Anfang Januar.
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Ob die neue Führung die KI‑gestützte „Command Platform“ wirksam nutzt, um die rückläufige Entwicklung des Annual Recurring Revenue (ARR) zu stoppen, bleibt offen. Marktbeobachter werten die Plattform als wichtiges Hebelwerkzeug, gleichzeitig betonen Analysten die Risiken bei der Umsetzung.
Finanzen und Ausblick
Die letzte Quartalsmeldung vom 4. November zeigte ein bereinigtes EPS von $0,57 und damit einen Beat von $0,12 gegenüber dem Konsens; der Umsatz lag bei $217,96 Mio. (+1,5 % YoY). Trotz dieser Kennzahlen fokussiert der Markt auf die vorsichtige Jahresprognose und die vergleichsweise hohe Verschuldung (Debt‑to‑Equity 7,01).
Konkreter Ausblick: Am 11. Februar, nach Börsenschluss, werden die Q4‑ und Jahreszahlen veröffentlicht. Erreicht das Unternehmen die von Analysten erwarteten normalisierten EPS von rund $0,42 und zeigt eine Stabilisierung beim ARR, dürfte die Aktie die kurzfristige Hürde beim 50‑Tage‑Durchschnitt ($15,13) testen. Bleiben die Kennzahlen hinter den Erwartungen zurück oder verschlechtert sich das ARR‑Wachstum weiter, steht die Jahrestief‑Marke bei $13,21 als entscheidender Support für die Handelswoche ab dem 12. Januar im Fokus.
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