Rambus hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem neuen Umsatzrekord im Produktbereich beendet. Trotz des starken Wachstums bei Speicher-Interfaces sorgt eine Warnung vor Lieferketten-Problemen für einen verhaltenen Ausblick auf das laufende Quartal. Wie stark bremst dieser Engpass die Dynamik des Halbleiter-Spezialisten?
Rekordzahlen treffen auf Logistik-Hürden
Im vierten Quartal 2025 konnte Rambus die Erwartungen der Analysten übertreffen. Maßgeblich dafür war der Produktumsatz, der mit 96,8 Millionen USD einen neuen Höchststand erreichte. Das Unternehmen profitierte dabei massiv von seiner starken Marktposition: Rambus hält einen Marktanteil von rund 45 Prozent bei DDR5-Chips (Registering Clock Drivers), die für moderne Server-Speichermodule essenziell sind.
Die wichtigsten Kennzahlen des Abschlusses:
* Quartalsumsatz: 190,2 Millionen USD (Erwartung: 188,1 Mio. USD)
* Produktumsatz: +32 % im Vergleich zum Vorjahr
* Operativer Cashflow (Gesamtjahr): 360,0 Millionen USD (+56 % YoY)
* Cash-Bestand: 761,8 Millionen USD am Jahresende
Trotz dieser Erfolge trübt ein Engpass in der Lieferkette, der gegen Ende des vierten Quartals auftrat, die kurzfristige Prognose. Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management lediglich mit einem Umsatz zwischen 172 und 178 Millionen USD. Dieser Dämpfer soll den Produktumsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich belasten, bevor im zweiten Quartal eine Erholung erwartet wird.
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Enorme Nachfrage im Speichermarkt
Die Lieferprobleme treffen Rambus in einer Phase extrem hoher Marktdynamik. Aktuelle Daten des Marktforschungsunternehmens TrendForce verdeutlichen das Ausmaß: Für das erste Quartal 2026 wird ein Preissprung bei DRAM-Speichern von 90 bis 95 Prozent gegenüber dem Vorquartal erwartet. Auch bei NAND-Flash ziehen die Preise mit prognostizierten 55 bis 60 Prozent massiv an.
Dieser Preisanstieg deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Server-Modulen ungebrochen hoch ist. Die aktuellen Herausforderungen für Rambus scheinen somit rein logistischer Natur zu sein und nicht auf ein mangelndes Kundeninteresse zurückzuführen. Die Aktie spiegelt diese langfristige Zuversicht wider; mit einem Schlusskurs von 120,26 USD am Montag verbuchte der Titel auf Zwölf-Monats-Sicht ein Plus von rund 110 Prozent.
AMD-Zahlen als nächster Indikator
Für Anleger richtet sich der Fokus nun auf den heutigen Dienstagabend. Nach US-Börsenschluss wird der Chip-Riese AMD seine Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen. Da AMD ein Schlüsselakteur im Rechenzentrums- und Servermarkt ist, liefern diese Zahlen wichtige Rückschlüsse auf den Bedarf an DDR5-Speicherarchitekturen. Analysten erwarten von AMD einen Gewinn von 1,24 USD pro Aktie bei einem Umsatz von 9,67 Milliarden USD. Diese Daten werden zeigen, wie robust die Nachfrage im für Rambus entscheidenden Server-Segment tatsächlich ist.
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