Rambus richtet sich konsequent auf den Wachstumsmarkt der Künstlichen Intelligenz aus. Wie der am Mittwoch veröffentlichte Geschäftsbericht zeigt, investiert der Chip-Spezialist verstärkt in Forschung und Entwicklung, um bei Speicherarchitekturen für Rechenzentren eine führende Rolle einzunehmen. Doch wie stabil ist das Fundament dieser ambitionierten Wachstumsstrategie?
Massive Investitionen in Innovation
Im Geschäftsjahr 2025 hat Rambus seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) deutlich gesteigert. Mit 187,7 Millionen US-Dollar flossen signifikant mehr Mittel in die Produktpipeline als noch im Vorjahr. Das Ziel ist klar definiert: Das Unternehmen will die nächste Generation von Schnittstellen besetzen. Dabei stehen insbesondere Technologien wie DDR5, HBM4 und PCIe 7.0 im Mittelpunkt, die für die Verarbeitung gewaltiger Datenmengen in KI-Anwendungen unerlässlich sind.
Die personelle Aufstellung unterstreicht diesen technologischen Fokus. Rund 71 Prozent der insgesamt 791 Mitarbeiter sind im Ingenieurwesen tätig. Dieses Know-how spiegelt sich in einem umfangreichen Patentportfolio wider, das Ende 2025 über 2.000 erteilte Patente umfasste. Das Management betont, dass diese Innovationskraft notwendig ist, um vom branchenweiten Trend zu höheren Speicherbandbreiten für generative KI-Anwendungen zu profitieren.
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Hohe Abhängigkeit von wenigen Partnern
Trotz der technologischen Stärke offenbart der Blick in die Unterlagen auch Risiken. Das Geschäft ist stark konzentriert: Die fünf größten Kunden zeichneten im vergangenen Jahr für 66 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Diese Abhängigkeit von wenigen Branchengrößen macht das Unternehmen anfällig für Strategiewechsel oder Nachfrageschwankungen einzelner Großabnehmer.
Zudem ist Rambus mit einem Auslandsanteil am Umsatz von 82 Prozent tief in die globalen Lieferketten integriert, was die Sensibilität für die Zyklik der Halbleiterindustrie erhöht. An der Börse wird diese Gemengelage derzeit skeptisch bewertet. Nach einem Kursrutsch von fast 20 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage notiert das Papier aktuell bei 88,10 Euro und damit rund 30 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Ausblick und Investorenkonferenz
Nach der Vorlage der Jahreszahlen bereitet sich die Unternehmensführung nun auf den direkten Dialog mit dem Kapitalmarkt vor. Am 2. März 2026 wird das Management auf der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference in San Francisco präsentieren. Dort dürften vor allem Details zur operativen Umsetzung der neuen Technologiestandards und die Erwartungen an die künftige KI-Nachfrage im Fokus der Analysten stehen.
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