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Qualcomm Aktie: Zwischen Stärke und Zweifeln

Qualcomm übertrifft Erwartungen mit Umsatzplus und optimistischem Ausblick, doch signifikante Aktienverkäufe durch Führungskräfte werfen Fragen auf. Analysten bleiben dennoch überwiegend optimistisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Solide Quartalszahlen mit Gewinn- und Umsatzwachstum
  • Signifikante Aktienverkäufe durch Top-Management
  • Potenzielle 2nm-Chip-Partnerschaft mit Samsung
  • Ausbau der Automobilgeschäfte mit VW und Hyundai

Die Qualcomm-Aktie steht an einem Wendepunkt. Solide Quartalszahlen und ein optimistischer Ausblick treffen auf bemerkenswerten Aktienverkauf durch das Top-Management. Diese Mischung aus fundamentaler Stärke und internem Verkaufsdruck stellt Anleger vor eine schwierige Abwägungsfrage.

Solide Zahlen treffen auf Insider-Verkäufe

Qualcomms jüngste Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn je Aktie von 3,00 US-Dollar bei einem Umsatz von 11,27 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 Prozent. Für das erste Quartal 2026 prognostiziert der Halbleiterkonzern einen Gewinn je Aktie zwischen 3,30 und 3,50 US-Dollar.

Dieser positiven Entwicklung stehen jedoch signifikante Verkäufe durch Führungskräfte gegenüber. In den letzten 90 Tagen haben Insider Aktien im Gesamtwert von über 9,2 Millionen US-Dollar veräußert. Unter den Verkäufern befand sich auch EVP Akash J. Palkhiwala. Insgesamt halten die Unternehmensinsider nach diesen Transaktionen nur noch 0,08 Prozent der Aktien.

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Strategische Weichenstellungen

Auf der CES 2026 bestätigte CEO Cristiano Amon Gespräche mit Samsung über die Auftragsfertigung der nächsten 2nm-Chip-Generation. Diese potenzielle Partnerschaft könnte die Abhängigkeit vom derzeitigen Hauptpartner TSMC verringern.

Parallel intensiviert Qualcomm sein Engagement im Automobilsektor. Das Unternehmen arbeitet an einer langfristigen Liefervereinbarung mit Volkswagen für dessen softwaredefinierte Fahrzeugarchitektur. Zudem kündigte Qualcomm auf der Messe eine Partnerschaft mit Hyundai Mobis zur gemeinsamen Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge und fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme an.

Analysten halten an optimistischer Grundhaltung fest

Trotz der Insider-Verkäufe halten Analysten an einer grundsätzlich positiven Einschätzung fest. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 191,56 US-Dollar bei einem Konsensrating von „Moderate Buy“. Von 21 bewertenden Analysten empfehlen zwölf den Kauf, acht sehen die Aktie als Halten und nur einer rät zum Verkauf. Die Erwartungen an das Wachstum in den Bereichen KI, Automobil und IoT scheinen die aktuellen Unsicherheiten vorerst zu überwiegen. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob diese Zuversicht gerechtfertigt ist.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.