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Qualcomm Aktie: Wachstumssorgen belasten

Qualcomm verliert Schlüsselkunden wie Apple und Samsung, was die langfristigen Umsatzprognosen belastet. Trotz eines soliden Quartalsergebnis drücken Wachstumssorgen den Aktienkurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bank of America stuft Aktie auf Underperform herab
  • Apple und Samsung reduzieren Abhängigkeit von Qualcomm-Chips
  • Quartalsgewinn übertrifft trotzdem die Markterwartungen
  • Neuer Fokus auf industrielle KI als Wachstumsmotor

Qualcomm steht vor einer schwierigen Phase. Während der Chiphersteller lange Zeit als unverzichtbarer Lieferant für die Smartphone-Elite galt, bröckelt diese Vormachtstellung nun zusehends. Namhafte Großkunden arbeiten mit Hochdruck an eigenen Lösungen, was die langfristigen Umsatzprognosen des Unternehmens unter Druck setzt. Die jüngste Herabstufung durch die Bank of America verdeutlicht, dass die Ära der absoluten Abhängigkeit von Qualcomm-Hardware langsam zu Ende geht.

Der Abschied der Giganten

Die Analysten der Bank of America haben die Aktie gestern auf „Underperform“ herabgestuft und warnen vor einem stagnierenden Wachstum bis zum Geschäftsjahr 2028. Der Hauptgrund für diese Skepsis liegt im Verhalten der wichtigsten Abnehmer. Apple plant demnach, Qualcomm-Modems bis zum Herbst 2027 schrittweise durch eigene Entwicklungen zu ersetzen – ein Schritt, der Qualcomm schätzungsweise 7 bis 8 Milliarden US-Dollar an Umsatz kosten könnte.

Auch andere Partner gehen auf Distanz. Samsung wird den Anteil der Qualcomm-Chips in seinen Galaxy-Geräten voraussichtlich ab Ende 2026 von derzeit 100 % auf etwa 75 % reduzieren. Gleichzeitig investiert Xiaomi Milliarden in den Aufbau einer internen Chipproduktion. Kann Qualcomm diesen drohenden Umsatzverlust durch neue Standbeine wie industrielle KI kompensieren?

Gemischte Signale vom Markt

Trotz der langfristigen Bedenken lieferte das jüngste Quartalsergebnis einen Lichtblick: Mit einem Gewinn pro Aktie von 3,50 US-Dollar wurden die Erwartungen des Marktes übertroffen. Dennoch bleibt die Stimmung unter den Analysten verhalten. Die Experten der Citi bestätigten ihre neutrale Haltung („Hold“) und verwiesen auf die schwächelnde Nachfrage im PC- und Smartphone-Sektor.

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An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit deutlich wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits 21,06 % an Wert verloren und notiert mit 116,52 € nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief. Dass auch die Schweizer Nationalbank ihre Position zuletzt um fast 7 % reduzierte und Unternehmensinsider in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von über 7 Millionen US-Dollar veräußerten, trägt nicht zur Beruhigung der Anleger bei.

Fokus auf industrielle Anwendungen

Um die Abhängigkeit vom Mobilfunkmarkt zu verringern, setzt Qualcomm verstärkt auf den Bereich Industrial AI. Eine neue Partnerschaft mit der Qt Group soll die Entwicklung von KI-gestützten Geräten für die Fabrikautomation vereinfachen. Ziel ist es, Wartungsprozesse und Fehlererkennung durch spezialisierte Prozessoren effizienter zu gestalten.

Für das laufende zweite Quartal 2026 gibt sich das Management vorsichtig optimistisch und prognostiziert einen Gewinn pro Aktie in einer Spanne von 2,45 bis 2,65 US-Dollar. Ob die Neuausrichtung im Industriesektor ausreicht, um die Lücken bei den Großkunden zu schließen, wird sich in den kommenden Geschäftsberichten zeigen müssen.

  • Schlusskurs Gestern (Dienstag): 116,52 €
  • Seit Jahresanfang (YTD): -21,06 %
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