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Symbolbild, KI-generiert

Qualcomm Aktie: 15 Prozent Minus in 30 Tagen

Qualcomm fokussiert sich auf 6G und KI-Rechenzentren, verlässt das Funkzellen-Geschäft. Aktie verliert trotz solider Quartalszahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ausstieg aus dem Funkzellenmarkt
  • Fokus auf 6G und KI-Technologie
  • Aktie verliert 15 Prozent an Wert
  • Starke Ergebnisse im Autogeschäft

Qualcomm bricht mit alten Traditionen. Der Chiphersteller verlässt das Geschäft mit kleinen Funkzellen und setzt stattdessen alles auf 6G und Künstliche Intelligenz. Damit reagiert Konzernchef Cristiano Amon auf die anhaltende Flaute im Mobilfunkmarkt.

Angriff auf den KI-Markt

Das Ziel ist klar: Das Unternehmen will weg vom reinen Handy-Image. Der Absatz klassischer Smartphones wuchs zuletzt nur noch um ein Prozent. Nun nimmt der Konzern das lukrative Geschäft mit Rechenzentren ins Visier. Dort wartet mit Nvidia ein mächtiger Konkurrent.

Anleger reagierten zuletzt skeptisch auf die Neuausrichtung. Innerhalb von 30 Tagen verlor die Aktie rund 15 Prozent an Wert. Mit einem Kurs von 161,54 Euro notiert das Papier aktuell weit unter seinem Mai-Hoch von 222,90 Euro.

Starke Zahlen im Autogeschäft

Operativ liefert der Konzern derweil solide Ergebnisse. Im Geschäftsjahr 2026 übertraf Qualcomm bisher die Erwartungen. Der Umsatz kletterte im Frühjahr auf 10,60 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,65 Dollar ebenfalls über den Prognosen. Vor allem die Sparte für digitale Autotechnik stützte dieses Wachstum.

Für die künftige Strategie setzt Qualcomm auf starke Partner. Die Kooperation mit der Entwicklerplattform Hugging Face soll die Software-Entwicklung für Snapdragon-Chips beschleunigen. Der Fokus liegt dabei auf hybrider KI, die Rechenlasten zwischen Endgerät und Cloud aufteilt.

Qualcomm muss nun beweisen, dass die neuen Prozessoren für Netzwerklasten gegen die etablierte Konkurrenz bestehen. Die Markteinführung spezialisierter 6G-Hardware wird zum Gradmesser für den Erfolg der Transformation. Gelingt der Sprung in die Rechenzentren, sinkt die riskante Abhängigkeit vom Mobilfunksektor dauerhaft.

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