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Puma Aktie: Übernahme-Crash

Die Puma-Aktie verliert massiv an Wert, nachdem Gespräche mit dem chinesischen Konzern Anta Sports gescheitert sind und Analysten vor einem schwierigen Branchenumfeld warnen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahmefantasie mit Anta Sports ist geplatzt
  • Aktie fällt auf tiefsten Stand seit Jahren
  • RBC-Analyse warnt vor schwachem Branchenausblick
  • Markt fokussiert sich nun auf Quartalszahlen

Der Sportartikelkonzern aus Herzogenaurach erlebte am Freitag einen der schlimmsten Handelstage seiner jüngeren Geschichte. Mit einem Minus von rund 14 Prozent sackte die Aktie auf 18,50 Euro ab – und damit auf den tiefsten Stand seit Jahren. Der Grund: Die monatelang kursgetriebene Übernahmefantasie ist geplatzt.

Die Fakten im Überblick:

  • Übernahmegespräche mit chinesischem Konzern Anta Sports gescheitert
  • RBC warnt vor schwachem Ausblick für Sportartikelbranche 2026
  • Aktie verliert binnen eines Tages die Erholungsgewinne von drei Monaten
  • Nächste Unterstützungszone erst deutlich tiefer

Anta-Deal endgültig vom Tisch

Seit November hatten Spekulationen die Aktie befeuert, der chinesische Sportartikelriese Anta Sports – bereits Eigentümer von Fila und Amer Sports – wolle das 29-prozentige Aktienpaket der französischen Milliardärsfamilie Pinault übernehmen. Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen. Marktberichte bestätigen den Abbruch der Gespräche. Händler verweisen auf unüberbrückbare Differenzen bei den Preisvorstellungen.

Mit dem Ende dieser Spekulationen entweicht die Luft aus dem Kurs. Die sogenannte Übernahmeprämie, die den Aktienkurs in den vergangenen Wochen gestützt hatte, löst sich auf. Algorithmische Handelssysteme reagierten auf das Unterschreiten wichtiger Chartmarken, während institutionelle Anleger Positionen auflösten.

Branchenwarnung verschärft die Lage

Parallel verschlechtert sich das Umfeld für die gesamte Sportartikelindustrie. Piral Dadhania von der Royal Bank of Canada (RBC) warnt in einer aktuellen Studie vor konservativen Ausblicken für 2026. Der Analyst rechnet damit, dass die Unternehmen aufgrund geopolitischer Spannungen und schwacher Konsumstimmung in China ihre Prognosen vorsichtiger formulieren werden als vom Markt erwartet.

Zwar richtete sich die RBC-Analyse primär gegen Konkurrent Adidas, doch die Implikationen treffen Puma mit voller Wucht. Während Adidas ebenfalls unter Druck geriet, trifft das Platzen des Übernahme-Deals ausschließlich Puma. Die Kombination beider Faktoren erzeugte einen perfekten Sturm.

Brand-Reset ignoriert der Markt

Ironischerweise präsentierte Puma erst am Donnerstag in Paris im Rahmen der Fashion Week seine neue Kampagne „Suede House“. Die Initiative soll als Startschuss für einen umfassenden Brand-Reset dienen und die kulturelle Relevanz der Marke in Musik und Mode stärken. Doch langfristige Strategien interessieren die Finanzmärkte derzeit nicht. Der Fokus liegt auf harten Zahlen und kurzfristigen Risiken wie US-Zöllen und China-Schwäche.

Die Bewertung, die Analysten zuletzt als ambitioniert einstuften, korrigiert sich nun brutal. Das Papier notiert mit 18,50 Euro mehr als 43 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 32,48 Euro vom 23. Januar 2025.

Was jetzt für Anleger zählt

Der Markt wartet auf die Quartalszahlen im März. Adidas legt am 8. März vor, Puma folgt üblicherweise im ähnlichen Zeitfenster. Bis dahin fehlt ein positiver Katalysator. Analysten werden ihre Kursziele anpassen müssen, da die M&A-Prämie aus den Modellen gestrichen werden muss. Entscheidend wird, ob das Management vor den offiziellen Zahlen ein Statement zur aktuellen Handelssituation oder zum gescheiterten Deal abgibt.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.