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Puma Aktie: Bewährungsprobe naht

Puma steht nach einem Rekordverlust vor zwei wichtigen Terminen: Die Quartalszahlen Ende April und die Hauptversammlung im Mai zeigen, ob die Sanierung greift und wie neue Großaktionäre reagieren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordverlust von 644 Millionen Euro im Jahr 2025
  • Neue Großaktionäre Anta Sports und Shijia Ding
  • Erste Quartalszahlen als wichtiger Sanierungstest
  • Keine Dividende für das vergangene Geschäftsjahr

Zwei Termine werden in den nächsten Wochen zeigen, ob der Umbau bei Puma Früchte trägt — oder ob die neuen Großaktionäre das Heft in die Hand nehmen. Der Sportartikelhersteller steckt mitten in einem selbst deklarierten Übergangsjahr, und die Geduld der Anteilseigner wird auf eine ernsthafte Probe gestellt.

Rekordverlust als Ausgangspunkt

Die Zahlen aus 2025 machen den Handlungsdruck deutlich: Puma verbuchte einen Rekordverlust von knapp 644 Millionen Euro. Ursachen waren der Abbau überfüllter Lagerbestände — vor allem im schwierigen nordamerikanischen Markt — sowie umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen. Parallel investiert das Unternehmen 200 Millionen Euro in digitale Infrastruktur und den Direktvertrieb.

Für das laufende Jahr rechnet das Management erneut mit einem negativen operativen Ergebnis, das zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro liegen soll. Eine Rückkehr auf den Wachstumspfad erwartet Puma frühestens 2027. Dividende gibt es für 2025 keine — dieser Verzicht steht auf der Agenda der Hauptversammlung am 19. Mai.

Neue Aktionäre, wachsender Druck

Die HV findet unter veränderten Machtverhältnissen statt. Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports hat Ende Januar einen Anteil von 29,06 Prozent von der Familie Pinault für 1,51 Milliarden Euro übernommen und ist damit größter Einzelaktionär. Hinzu kommt Shijia Ding mit rund 33,7 Prozent der Stimmrechte.

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Bemerkenswert ist zudem die Konstruktion des Einstiegs von Mike Ashley: Er hält seine Position überwiegend über Short-Put-Optionen mit gestaffelten Fälligkeiten im April, September und Dezember 2026. Da Ashleys Frasers Group ein zentraler europäischer Vertriebspartner ist, werten Marktbeobachter diesen Schritt als Anspruch auf strategische Mitsprache — mehrere Fälligkeiten fallen zeitlich nah an die Hauptversammlung.

Der 30. April als erster Gradmesser

Bevor die Aktionäre im Mai zusammenkommen, muss das Management am 30. April die Q1-Zahlen vorlegen. Dieser Bericht ist der erste konkrete Beleg dafür, ob die Sanierungsmaßnahmen greifen. Gelingt es nicht, die Kostenstrukturen erkennbar anzupassen, dürften die neuen Großaktionäre ihren Einfluss zeitnah geltend machen.

Die Aktie notiert aktuell bei 21,97 Euro und damit noch rund elf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Mai 2025. Der April-Bericht wird maßgeblich bestimmen, ob dieser Abstand schrumpft — oder wächst.

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