Die Uhr tickt für Aktionäre der PSI Software AG. Heute, am Freitag, endet die sogenannte Nachfrist für das Übernahmeangebot von Warburg Pincus. Wer seine Papiere nicht bis zum Tagesende andient, riskiert künftig auf illiquiden Aktien sitzen zu bleiben – denn der Finanzinvestor strebt die Börsenabschaltung an.
Die wichtigsten Fakten:
* Angebotspreis: 45,00 Euro je Aktie in bar
* Warburg Pincus kontrolliert bereits über 82 Prozent
* E.ON bleibt mit 17,8 Prozent an Bord
* Delisting offiziell angekündigt
Mehrheit gesichert, Börsenabgang geplant
Der Tech-Investor Warburg Pincus hat sich bereits die absolute Kontrolle gesichert. Nach Ablauf der regulären Annahmefrist im Dezember hält der Bieter über seine Gesellschaft Zest BidCo mehr als vier von fünf PSI-Aktien. Das Barangebot von 45,00 Euro fungiert derzeit als fester Anker für den Kurs – nach oben wie nach unten.
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Das Management unterstützt den geplanten Börsenrückzug offen. Ziel sei es, die technologische Transformation des Unternehmens ohne den Druck der Quartalsberichterstattung voranzutreiben. Für Kleinaktionäre bedeutet ein Delisting jedoch erhebliche Risiken: Der Handel über Xetra und die Regionalbörsen würde wegfallen, ein Verkauf wäre nur noch außerbörslich und vermutlich mit deutlichen Preisabschlägen möglich.
Kaum noch Bewegung im Orderbuch
Die Börse hat die Übernahme vollständig eingepreist. Der Kurs klebt bei 45,00 Euro, nennenswerte Umsätze jenseits dieser Marke gibt es nicht mehr. Spekulationen auf einen höheren Preis im Rahmen eines späteren Squeeze-outs sind mit Unsicherheiten behaftet. Zwar strebt Warburg Pincus eine solche Zwangsabfindung an, doch deren Zeitplan und exakte Konditionen bleiben offen.
Mit dem heutigen Fristende endet die Garantie, die Papiere zum Angebotspreis veräußern zu können. Wer seine Aktien bis Handelsschluss nicht andient, muss sich auf einen drastischen Liquiditätsrückgang einstellen. Der Titel wird für den freien Handel uninteressant und wandelt sich faktisch zur Beteiligungsposition für strategische Investoren.
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