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ProSiebenSat1 Aktie: Schwere Kost!

Der Medienkonzern strafft sein Portfolio durch den Verkauf von Reiseportalen, um Ressourcen für den Streaming-Dienst Joyn zu bündeln. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf von billiger-mietwagen.de und CamperDays
  • Starke Umsatz- und Gewinneinbrüche im Jahr 2025
  • Streaming-Dienst Joyn als einziger Wachstumstreiber
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn über 20 Prozent

ProSiebenSat.1 forciert den Abschied vom Tourismussektor. Mit dem Verkauf der Plattformen billiger-mietwagen.de und CamperDays setzt der Konzern ein deutliches Zeichen für die Fokussierung auf das Kerngeschäft Entertainment. Dieser Schritt soll die nötigen Kapazitäten schaffen, um den Streaming-Dienst Joyn weiter auszubauen und die Profitabilität zu stabilisieren.

Die Transaktionen mit Käufern wie Pivotum Capital werden voraussichtlich Ende April 2026 abgeschlossen. Obwohl über die Verkaufspreise Stillschweigen vereinbart wurde, ist die strategische Relevanz unverkennbar: Das Portfolio wird gestrafft, um operative Ressourcen für die Unterhaltungssparte zu bündeln.

Sparprogramm soll Wende bringen

Die Bilanz für das Jahr 2025 verdeutlicht die Dringlichkeit der Maßnahmen. Ein Umsatzrückgang auf 3,675 Milliarden Euro und ein Einbruch des bereinigten EBITDA um 28 Prozent auf 403 Millionen Euro zeigen den wirtschaftlichen Druck. Lediglich der Streaming-Dienst Joyn lieferte mit einem Umsatzwachstum von bis zu 36 Prozent im werbefinanzierten Bereich einen positiven Impuls.

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Um 2026 die Rückkehr zu organischem Wachstum zu schaffen, plant das Management jährliche Kostensenkungen von 130 Millionen Euro im Unterhaltungsbereich. Diese Einsparungen sollen ohne Stellenabbau realisiert werden. Gleichzeitig liegt die Priorität darauf, die monatliche Reichweite von zuletzt 61 Millionen Nutzern weiter zu steigern.

Aktie unter Druck

An der Börse spiegelt sich die Skepsis der Anleger wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 3,96 Euro und notiert damit gefährlich nah am 52-Wochen-Tief von 3,80 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits über 20 Prozent an Wert verloren.

Die für 2025 vorgeschlagene Dividende von 0,05 Euro pro Aktie unterstreicht den harten Sparkurs. Die Erholung des Werbemarktes und das Erreichen der Reichweiten-Ziele von über 61 Millionen Nutzern bleiben die zentralen Faktoren für eine mögliche Kursstabilisierung im Jahr 2026.

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