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ProSiebenSat.1 Aktie: JPMorgan stockt kräftig auf

JPMorgan Chase stockt Beteiligung an ProSiebenSat.1 auf 3,11 Prozent auf und positioniert sich strategisch im laufenden Übernahmekampf mit MFE um den Medienkonzern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Bank erhöht Anteil von 1,70 auf 3,11 Prozent
  • Engagement erfolgt zum Ende der MFE-Andienungsfrist
  • Komplexe Struktur mit langfristigen Finanzinstrumenten
  • Aktienwert von rund 50 Millionen Euro erworben

JPMorgan Chase macht Ernst bei ProSiebenSat.1. Die US-Investmentbank hat ihren Anteil am Medienkonzern deutlich auf 3,11 Prozent ausgebaut – ein Sprung von zuvor nur 1,70 Prozent. Das entspricht über 7,2 Millionen Aktien im Wert von rund 50 Millionen Euro. Warum greift ausgerechnet jetzt eine der mächtigsten Banken der Welt zu?

Timing ist alles

Die Aufstockung erfolgte am 26. August 2025 – und das ist kein Zufall. Genau zu diesem Zeitpunkt läuft die erweiterte Andienungsfrist für das MFE-Übernahmeangebot ab. Die italienische Mediaset-Holding MFE-Mediaforeurope von Silvio Berlusconi kämpft seit Monaten um die Kontrolle über den bayerischen TV-Konzern.

JPMorgan positioniert sich gezielt in diesem Übernahmekampf. Mit einem Gesamtanteil von fast vier Prozent (inklusive Finanzinstrumente) wird die Bank zu einem relevanten Faktor in den anstehenden Verhandlungen.

Mehr als nur Aktien

Besonders interessant: JPMorgan setzt nicht nur auf direkte Beteiligungen. Über 1,8 Millionen Aktien hält die Bank durch Wertpapierleihe-Geschäfte, weitere 197.485 Titel über Equity Swaps mit Laufzeiten bis Mai 2028. Diese komplexe Struktur deutet auf eine langfristige Strategie hin.

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Die Bank agiert über mehrere Tochtergesellschaften, hauptsächlich über J.P. Morgan Securities plc in London. Das Engagement zeigt: Hier geht es um mehr als nur kurzfristige Trades.

Marktbewegung oder Machtkalkül?

ProSiebenSat.1 steckt seit Monaten in der Klemme. Die Werbeerlöse schwächeln, das Streaming-Geschäft läuft schleppend, und MFE drängt auf eine Neuausrichtung. JPMorgans Einstieg könnte das Zünglein an der Waage werden – oder ein Signal für andere Investoren, dass die Aktie unterbewertet ist.

Mit einem aktuellen Kurs um die sieben Euro hat sich der Titel in den vergangenen zwei Jahren halbiert. Für Schnäppchenjäger wie JPMorgan könnte das der perfekte Einstiegszeitpunkt sein.

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