Procter & Gamble setzt auf Retail Media. Die neue Fokussierung kommt zu einer Zeit, in der der Konsumgüterriese mit stagnierendem Wachstum kämpft und sich die Medienlandschaft fundamental verändert hat.
CEO Shailesh Jejurikar sprach im jüngsten Earnings Call von einer „neuen Medienrealität“. Neue Plattformen und Technologien hätten es deutlich schwieriger gemacht, eine konsistente Markenerzählung aufzubauen. Die Antwort des Unternehmens: Retail Media soll die Lücke zwischen Produktwahrnehmung und Kaufentscheidung schließen.
Wachstum bleibt aus
Die Zahlen des zweiten Quartals im Geschäftsjahr 2026 zeigen die Herausforderung. Das organische Umsatzwachstum lag bei null Prozent – ein Prozent Preiserhöhung wurde durch ein Prozent Volumenverlust kompensiert.
Der Nettoumsatz stieg zwar um ein Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar. Doch der verwässerte Gewinn je Aktie fiel um fünf Prozent auf 1,78 Dollar, hauptsächlich aufgrund von Restrukturierungskosten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stagnierte bei 1,88 Dollar.
Portfolio-Erweiterung und Ausblick
Ende Januar 2026 übernahm Procter & Gamble die Marke Wonderbelly im Bereich Verdauungsgesundheit. Der Schritt unterstreicht die Strategie, das Gesundheitsportfolio zu diversifizieren.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum zwischen null und vier Prozent. Die Prognose für den Gewinn je Aktie wurde auf ein bis sechs Prozent nach unten angepasst.
Die nächsten Quartalszahlen werden am 23. April 2026 erwartet. Bis dahin bleibt offen, ob die neue Retail-Media-Strategie erste Früchte trägt.
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