Die Traditionsmarke Procter & Gamble steht vor einer ihrer größten Herausforderungen der jüngeren Vergangenheit: Handelszölle drohen die Gewinnentwicklung empfindlich zu belasten. Das Management hat für das laufende Geschäftsjahr 2026 einen Vorsteuereffekt von ursprünglich einer Milliarde US-Dollar prognostiziert – später wurde die Schätzung für den Nachsteuereffekt angepasst. Um gegenzusteuern, läuft ein umfassendes Restrukturierungsprogramm.
Institutionelle Investoren uneins
Die Großanleger zeigen sich gespalten. Nordea Investment Management reduzierte kürzlich seine Position in dem Konsumgüterriesen. Andere institutionelle Investoren stockten dagegen in den Vorquartalen auf – offenbar in der Erwartung, dass sich die langfristige Bewertung auszahlt. Knapp 69 Prozent der Anteile liegen in institutionellen Händen. Diese unterschiedlichen Bewegungen spiegeln die Unsicherheit wider, wie sich die Aktie angesichts der externen Belastungen entwickeln wird.
Die Zoll-Rechnung
Das Kernproblem ist greifbar: Die neuen Zölle bedeuten für Procter & Gamble einen signifikanten Kostenschub. Das Unternehmen hat daraufhin ein Sparprogramm aufgesetzt, das die Mehrbelastung neutralisieren soll. Ob die internen Effizienzmaßnahmen ausreichen, um das Ergebniswachstum zu sichern, ohne das moderate Umsatzwachstum des Vorjahres zu gefährden, ist die zentrale Frage für Anleger.
An der Wall Street überwiegt dennoch ein vorsichtiger Optimismus. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt zwischen 167 und 169 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau. Die Gewinnprognose für 2026 bewegt sich in einer Spanne von 6,83 bis 7,10 US-Dollar je Aktie.
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Dividendenstärke als Anker
Trotz der operativen Herausforderungen bleibt die Dividende ein starkes Argument. Procter & Gamble hat die Ausschüttung 69 Jahre in Folge erhöht und zahlt seit 135 Jahren ununterbrochen Dividende. Die aktuelle Rendite liegt bei rund 3,0 Prozent – deutlich über dem S&P-500-Durchschnitt. Die Ausschüttungsquote von etwa 60 Prozent deutet darauf hin, dass die Dividende durch die Gewinne gut gedeckt ist.
Allerdings hinkt die Aktie der Marktentwicklung hinterher: Während der S&P 500 im vergangenen Jahr zulegte, gab die P&G-Aktie nach. Dieser Rückstand zeigt die Spannung zwischen dem defensiven Charakter des Titels und der Marktnachfrage nach wachstumsstärkeren Werten.
Die kommenden Quartale werden zeigen, ob das Restrukturierungsprogramm greift und die Zollbelastung tatsächlich aufgefangen werden kann. Gelingt dies, dürfte die Aktie wieder an Boden gewinnen – scheitert es, könnte der Druck zunehmen.
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