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Procter & Gamble Aktie: Druck steigt

Der Konsumgüterkonzern vereinbart Verpackungsänderungen für Kinderzahnpasta und sieht sich mit Analysten-Skepsis konfrontiert, während die Aktie auf Jahrestiefs notiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Einigung mit texanischer Staatsanwaltschaft zu Crest-Verpackungen
  • TD Cowen senkt Kursziel von 168 auf 150 US-Dollar
  • Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief
  • Quartalszahlen am 22. Januar im Fokus

Procter & Gamble steht am Freitag unter Beobachtung. Der Konsumgüter-Riese hat sich mit der texanischen Staatsanwaltschaft auf eine Anpassung seiner Crest-Kinderzahnpasta-Verpackungen geeinigt, während ein führendes Analysehaus sein Kursziel deutlich senkt. Die Aktie notiert nahe ihrer 52-Wochen-Tiefs – und das wenige Tage vor den Quartalszahlen.

Vergleich und gesenktes Kursziel

Im Zentrum steht eine Vereinbarung mit dem texanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton. P&G verpflichtet sich, Verpackung und Werbung seiner Crest-Kinderzahnpasta zu überarbeiten. Hintergrund war eine Untersuchung, ob die Darstellung überhöhte Fluorid-Mengen suggerierte und damit von der empfohlenen erbsengroßen Menge für Kinder abwich. Das Unternehmen wird künftig die korrekte Dosierung deutlicher darstellen.

Parallel dazu hat TD Cowen sein Kursziel von 168 auf 150 US-Dollar reduziert, die „Buy“-Einschätzung jedoch beibehalten. Auch Piper Sandler bewertete die Aktie diese Woche mit „Neutral“ und einem Ziel von 150 Dollar. Die regulatorische Aufmerksamkeit und die Zurückhaltung der Analysten treffen auf ein ohnehin angespanntes Chartbild: Die Aktie markierte kürzlich ein neues 52-Wochen-Tief bei 138,13 Dollar.

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Führungswechsel und schwaches Momentum

Zusätzlich belastet ein Personalwechsel das Sentiment. Jennifer Davis, CEO der Health-Care-Sparte, wird nach über 30 Jahren bei P&G im Juni in den Ruhestand gehen. Der Bereich gilt als wichtiger Wachstumstreiber abseits der Kerngeschäfte in Wasch- und Haushaltsmitteln – ein Führungswechsel zu diesem Zeitpunkt kommt ungelegen.

Die Aktie kämpft seit Jahresbeginn mit einer Verlustserie und notiert klar unter ihren gleitenden Durchschnitten. Trotz solider Quartalszahlen im Oktober (EPS 1,99 Dollar vs. erwartete 1,90 Dollar) bleibt das Volumenwachstum in Nordamerika schwach. Investoren hinterfragen zunehmend die Preissetzungsmacht des Konzerns, während die Konsumenten preisbewusster agieren.

Quartalszahlen am 22. Januar

Am 22. Januar legt P&G die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Analysten werden auf Volumendaten, die Auswirkungen der Verpackungsänderungen im Oral-Care-Segment und eventuelle Prognose-Updates achten. Bis dahin bleibt die Unterstützung bei rund 138 Dollar das entscheidende technische Level. Unterhalb dieser Marke dürfte der Abwärtsdruck zunehmen.

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