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Procter & Gamble Aktie: Bernstein stuft auf Market Perform

Bernstein stuft P&G mit 'Market Perform' ein. Der Konsumgüterkonzern sieht sich mit starkem Wettbewerb durch Eigenmarken und steigenden Rohstoffkosten konfrontiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bernstein-Rating: 'Market Perform'
  • Wettbewerbsdruck durch günstige Eigenmarken
  • Gewinnprognose unter Markterwartungen
  • Dividende auf 1,0885 Dollar erhöht

Procter & Gamble kämpft mit Gegenwind aus zwei Richtungen. Der Konsumgüterriese bekommt die Konkurrenz durch günstigere Eigenmarken zu spüren — besonders in Segmenten wie Toilettenpapier und Windeln.

Die Aktie notierte am Freitag bei 128,96 Euro, ein Plus von 0,66 Prozent. Auf Monatssicht gewann das Papier 6,16 Prozent, seit Jahresbeginn 6,60 Prozent. Die Zwölfmonatsbilanz zeigt mit minus 8,53 Prozent jedoch eine klare Abwärtstendenz.

Bernstein sieht Risiken

Die Investmentbank Bernstein hat die Aktie neu bewertet. Das Rating lautet „Market Perform“, das Kursziel bleibt offen. Analysten verweisen auf den anhaltenden Druck durch Handelsmarken in standardisierten Bereichen wie Hygieneartikeln. Hinzu kommt die wachsende Konkurrenz kleinerer Hersteller bei Wegwerfwindeln.

Bernsteins Gewinnwachstumsprognosen für P&G liegen demnach unter den Markterwartungen.

Ausblick mit Dämpfer

Finanzchef Andre Schulten rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einem organischen Umsatzwachstum von bis zu vier Prozent. Das vierte Quartal dürfte etwas schwächer ausfallen als das dritte. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll ebenfalls um bis zu vier Prozent steigen — die Spanne liegt bei 6,83 bis 7,09 Dollar je Anteilsschein.

Allerdings: Wegen steigender Rohstoffkosten dürfte das Ergebnis am unteren Ende dieser Prognose landen.

Im abgelaufenen Quartal übertraf P&G mit 1,59 Dollar Gewinn je Aktie die Erwartungen. Der Umsatz lag mit 21,24 Milliarden Dollar knapp darunter, übertraf das Vorjahresniveau aber um 7,4 Prozent.

Institutionelle Anleger uneins

Die jüngsten regulatorischen Meldungen zeigen ein gemischtes Bild: Während Quadrant Capital, Korea Investment und Macquarie Group ihre P&G-Bestände reduzierten, stockten Royal London Asset Management und Atlas Capital auf. Institutionelle Investoren halten weiterhin einen Großteil der Aktien.

Höhere Dividende

P&G hat die Quartalsdividende auf 1,0885 Dollar je Aktie angehoben. Das entspricht einer Jahresdividende von 4,35 Dollar und einer Rendite von rund 2,9 Prozent. Der nächste Ex-Dividenden-Tag wird für Juli erwartet.

Bleibt die Frage, ob der Konzern die Margen trotz Rohstoffinflation stabil halten kann. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob P&G die Prognosen erreicht — oder nach unten anpassen muss.

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