Primary Hydrogen hat am Montag ein vollständig finanziertes und genehmigtes Explorations- und Erstbohrprogramm für das Seltene-Erden-Projekt Wicheeda North in British Columbia angekündigt.
Für den Herbst sind rund 1.500 Meter Bohrungen geplant. Damit rückt das kanadische Unternehmen von seinem Kerngeschäft mit natürlichem Wasserstoff näher an die Vermarktung eines zweiten Rohstoffthemas heran, das an den Rohstoffmärkten derzeit besonders gefragt ist.
Grundlage des Programms ist eine fünfjährige Mines-Act-Genehmigung mit Gültigkeit bis 2031, die bis zu 70 Bohrstandorte, Schürfarbeiten und acht Kilometer Erschließungszugang abdeckt. Das Unternehmen kann damit Programme bis 2030 durchführen, ohne erneut eine Notice of Work einreichen zu müssen – ein administrativer Vorteil, der künftige Kampagnen beschleunigen dürfte.
Finanziert wird das laufende Programm aus früheren Flow-Through-Finanzierungen für kritische Mineralien; eine zusätzliche Kapitalaufnahme ist laut Unternehmensangaben nicht erforderlich.
Zwei Zielzonen im Fokus
Für die anstehende Bohrkampagne hat Primary Hydrogen zwei hochpriorisierte, bislang untestete Anomaliecluster identifiziert, die auf Seltene-Erden-Vorkommen hindeuten. Diese Cluster bilden die konkreten Ziele der Herbstbohrungen und sollen erste belastbare Daten zur Substanz des Projekts liefern.
Für ein Unternehmen, dessen Bewertung bislang stark von Explorationsfantasie getragen wird, ist dieser Schritt der bislang konkreteste Test der Ressourcenqualität bei Wicheeda North.
Der Kurs reagierte deutlich positiv: Medienberichten zufolge legte die Aktie am Montag um 8,33 Prozent zu. Auf 30-Tage-Sicht steht nun ein Plus von 39 Prozent, was die zunehmende Investorenaufmerksamkeit für die Wasserstoff- und nun auch Seltene-Erden-Strategie des Unternehmens unterstreicht.
Am aktuellen Handelstag gibt die Aktie mit 0,8750 Euro um 1,1 Prozent nach, bleibt damit aber nur 2,2 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch – ein Zeichen dafür, dass die jüngste Rally bislang kaum an Substanz verloren hat.
Personelle Neuaufstellung begleitet Wachstumskurs
Die operative Ausrichtung wurde zuletzt auch personell nachgeschärft. Ende Juli übernahm David Jackson als President und Chief Executive Officer, während der bisherige CEO Benjamin Asuncion als Direktor im Unternehmen verbleibt.
Kurz zuvor hatte Primary Hydrogen mit Christopher Longton, CPG, einen neuen Vice President Exploration berufen, der zum 24. Juli sein Amt antrat und im Rahmen seiner Anstellung 10.000 Optionen mit Ausübungspreis von 1,19 Dollar erhielt.
Finanziell stützt sich das Unternehmen auf mehrere kleinere Kapitalmaßnahmen der vergangenen Monate. Anfang Juli schloss Primary Hydrogen eine nicht vermittelte Privatplatzierung über 2.459.570 Units zu je 0,60 Dollar ab, was Bruttoerlöse von rund 1.475.742 Dollar einbrachte.
Jede Unit umfasst eine Stammaktie sowie einen zwei Jahre laufenden Warrant mit Ausübungspreis von 0,80 Dollar. Ergänzend hatte das Unternehmen im Juni insgesamt 360.000 Aktienoptionen an Direktoren und Führungskräfte ausgegeben, ausübbar zu 0,76 Dollar über fünf Jahre.
Zusätzlich läuft seit Ende Juli eine sechsmonatige Marketingvereinbarung mit Nordcore Media LLC über ein Budget von 300.000 US-Dollar, mit der das Unternehmen seine Sichtbarkeit bei Investoren erhöhen will.
Die Kombination aus frischem Managementteam, gesicherter Finanzierung und einem konkret terminierten Bohrprogramm gibt Primary Hydrogen im Herbst einen klaren Nachrichtenkalender vor, an dem sich die weitere Kursentwicklung messen lassen dürfte.
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