Primary Hydrogen Corp. kommt bei seinem Kernprojekt Wicheeda North zügig voran. Das Unternehmen meldete am Dienstag den Abschluss der ersten Phase der Bodenprobenahme, die zweite Phase läuft bereits. Für Anleger ist das die entscheidende Zwischenmeldung vor dem eigentlichen Bohrstart.
Radiometrie und Bohrprogramm laufen parallel
Für die geplante Flugvermessung engagierte Primary Hydrogen bereits Precision GeoSurveys Inc. für eine 738 Kilometer lange luftgestützte Radiometrie-Untersuchung. Diese Daten sollen laut Unternehmensangabe Ende September vorliegen und damit noch vor dem eigentlichen Bohrstart Hinweise auf vielversprechende Zielzonen liefern.
Für das Bohrprogramm selbst ist Radius Drilling Corp. beauftragt; der Beginn ist für den 1. Oktober vorgesehen, ein Abschluss bis zum 1. November angepeilt.
Die Kombination aus laufender Bodenprobenahme, anstehender Radiometrie und terminiertem Bohrstart verdichtet die Nachrichtenlage in den kommenden Wochen. Anleger erhalten damit gestaffelt Datenpunkte, bevor die ersten Bohrergebnisse selbst vorliegen können.
Nova Scotia als zweites Standbein
Neben British Columbia baut Primary Hydrogen seine Position in Nova Scotia aus. Erst Ende August hatte das Unternehmen das Wallace Natural Hydrogen Project abgesteckt – vier Explorationslizenzen mit insgesamt 68 Claims auf rund 1.101 Hektar. Damit wuchs das Cumberland-Basin-Portfolio auf sechs Lizenzen mit 140 Claims und etwa 2.267 Hektar. Diese Fläche ergänzt das Northumberland Project, das vor rund einem Monat als erste Position im Cumberland Basin bekanntgegeben wurde.
Die geografische Diversifizierung zwischen British Columbia und Nova Scotia reduziert das Klumpenrisiko eines einzelnen Projekts – relevant für ein Explorationsunternehmen, dessen Bewertung stark von einzelnen Nachrichten getrieben wird.
Kursbild bleibt volatil
Der Aktienkurs schloss am Freitag bei 0,83 Euro, ein Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Monatssicht steht ein Minus von 6,7 Prozent zu Buche, was den Kurs knapp unter den 50-Tage-Durchschnitt von 0,8413 Euro drückt. Zum 52-Wochen-Hoch von 1,59 Euro, erreicht Ende August, klafft weiterhin eine deutliche Lücke.
Die Handelsspanne der vergangenen Wochen zeigt: Der Markt preist die anstehenden Katalysatoren – Radiometrie-Ergebnisse und Bohrstart – bereits ein, wartet aber auf handfeste Resultate. Bis diese vorliegen, dürfte sich der Kurs weiter zwischen Erwartung und Unsicherheit bewegen. Analystenmeinungen zur Aktie liegen aktuell nicht vor.
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