Die Aktie von PowerCell Sweden legt derzeit eine rasante Rallye hin. Allein in den vergangenen 30 Tagen schoss der Kurs um über 60 Prozent auf 2,74 Euro nach oben. Operativ liefert der Wasserstoff-Spezialist allerdings ein völlig anderes Bild. Wegbrechende Lizenzeinnahmen und tiefe rote Zahlen prägen den Start in das laufende Geschäftsjahr.
Einbruch bei Umsatz und Marge
Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz um 37 Prozent auf 46,9 Millionen Schwedische Kronen (SEK). Hauptgrund für den Rückgang ist ein massiver Einbruch der Lizenzgebühren von Robert Bosch. Diese fielen auf lediglich 3,3 Millionen SEK ab.
Parallel dazu geriet die Profitabilität unter Druck. Die Bruttomarge schrumpfte auf 22,4 Prozent. Folglich weitete sich der Nettoverlust auf 39,8 Millionen SEK aus— mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Fokus auf Schifffahrt und Rechenzentren
Das Management stellt sich auf ein volatiles, projektgetriebenes Jahr ein. Der primäre Wachstumstreiber bleibt der maritime Sektor. Hier deuten aktuelle Belastungstests auf eine reale Lebensdauer der Brennstoffzellen-Stacks von bis zu 43.000 Stunden hin.
Zusätzlich startete das Unternehmen die ersten Auslieferungen seines neuen 190er-Systems. Diese Lösung zielt auf stationäre Anwendungen wie Rechenzentren und Notstromaggregate ab. In diesen Kernbereichen sicherte sich PowerCell im abgelaufenen Quartal Neuaufträge im Wert von rund 50 Millionen SEK.
Kapitalerhalt rückt in den Fokus
Der operative Cashflow fiel mit minus 92,7 Millionen SEK tief in den negativen Bereich. Um die Liquidität zu schonen, verschiebt das Management nun ausgewählte Innovationsausgaben. Die verfügbaren Mittel beliefen sich Ende März inklusive Kreditlinien auf knapp 74 Millionen SEK.
Analysten reagieren auf diese fundamentale Entwicklung mit Zurückhaltung. Einige Experten senkten ihre Kursziele für die Aktie auf bis zu 18,00 SEK ab.
Im Mai findet die ordentliche Hauptversammlung in Göteborg statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats. Der Nominierungsausschuss hat bereits einen neuen Vorsitzenden vorgeschlagen, der in den kommenden Wochen formell von den Aktionären gewählt werden soll.
Stand heute, 20. Oktober: PowerCell Sweden – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in PowerCell Sweden investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 20. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
