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PowerCell Sweden Aktie: Alcur beendet Short-Position

Zwei Leerverkäufer reduzieren Positionen bei PowerCell Sweden. Die Aktie erholt sich, doch das EBITDA-Ziel für 2026 bleibt fraglich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Alcur und Origo reduzieren Short-Positionen
  • Aktie steigt 45 Prozent in 30 Tagen
  • Bosch-Partnerschaft liefert umfangreiche Testdaten
  • Q1-Umsatz bricht um 36,7 Prozent ein

Zwei institutionelle Leerverkäufer weniger, ein Kurs deutlich über dem Märztief — bei PowerCell Sweden dreht sich die Stimmung. Ob das der Beginn einer nachhaltigen Erholung ist oder nur eine technische Gegenbewegung, hängt von mehr als nur der Shortseller-Statistik ab.

Leerverkäufer auf dem Rückzug

Alcur hat seine öffentliche Short-Position in PowerCell Sweden aufgelöst. Anfang Mai 2026 fiel der Anteil unter die meldepflichtige Schwelle von 0,5 Prozent. Origo Fonder hatte diesen Schritt bereits zuvor vollzogen. Insgesamt liegt die Leerverkaufsquote noch bei rund 5,12 Prozent des Grundkapitals — ein Rückgang gegenüber dem Frühjahr.

Rückläufige Short-Positionen wirken oft als Stabilisator. Professionelle Händler, die ihre Wetten gegen eine Aktie schließen, müssen Anteile zurückkaufen. Das stützt den Kurs mechanisch. Kein Wunder, dass die Aktie zuletzt anzog.

Die Kursdaten unterstreichen das: Mit 2,51 Euro schloss die Aktie am Freitag rund 45 Prozent über dem Niveau von vor 30 Tagen. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 1,96 Euro liegt deutlich darunter. Vom 52-Wochen-Hoch bei 4,37 Euro trennt die Aktie allerdings noch ein Abstand von gut 42 Prozent.

Technik und Bosch-Partnerschaft als Fundament

PowerCell betont in Managementpräsentationen die technische Reife seiner Brennstoffzellenstacks. Über 200.000 Stunden Testdaten entstanden in Zusammenarbeit mit Bosch. Hinzu kommen 500.000 Stunden Felddaten. Die reale Lebensdauer eines Stacks liegt je nach Betriebsprofil zwischen 20.000 und 43.000 Stunden.

Das Marinesegment gilt intern als wichtigster Wachstumstreiber. Die Industrialisierung der Stack-Plattform soll PowerCell in einem Markt differenzieren, der gerade erst in die kommerzielle Phase eintritt.

Schwaches Q1, aber Erholung erwartet

Das erste Quartal 2026 war belastet. Der Nettoumsatz fiel um 36,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr — vor allem wegen niedrigerer Lizenzeinnahmen und verschobener Projektaufträge. Der Markt scheint das einzupreisen: Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 33,00 SEK. DNB Carnegie äußerte sich zuletzt skeptisch, ob das EBITDA-Breakeven-Ziel für 2026 noch erreichbar ist. Das Management hält daran fest, will aber selektiv investieren und Margen schützen.

Hauptversammlung im Blick

Im Mai 2026 findet die Hauptversammlung in Göteborg statt. Auf der Tagesordnung stehen Standardthemen: Jahresabschluss, Prüferbericht, Vorstandswahl. Aktionäre werden vor allem auf Aussagen zum Breakeven-Pfad achten. Der Wechsel in das Hauptsegment der Nasdaq Stockholm hat die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren erhöht — ein struktureller Vorteil, der sich mittelfristig in der Bewertung niederschlagen könnte.

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