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Porsche SE Aktie: Barclays senkt Ziel auf 26,25 Euro

Barclays stuft Porsche SE ab und senkt das Kursziel auf 26,25 Euro. Analysten kritisieren Dividendenrendite und Diversifizierungsstrategie der Holding.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Barclays senkt Kursziel auf 26,25 Euro
  • Kritik an Dividendenrendite und Strategie
  • Porsche AG plant CO2-Pool mit Xpeng
  • Aktie fällt auf 28,14 Euro

Die Beteiligungsgesellschaft Porsche SE sieht sich am heutigen Mittwoch mit einer massiven Herabstufung durch das Analysehaus Barclays konfrontiert. Analyst Henning Cosman reduzierte das Kursziel für die im DAX gelistete Aktie signifikant und äußerte deutliche Kritik an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Dies belastet den ohnehin unter Druck stehenden Kurs des Papiers zusätzlich.

Analysten kritisieren Dividendenrendite und Strategie

Barclays hat das Kursziel für Porsche SE von zuvor 35,00 Euro auf nun 26,25 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Underweight“ belassen. In seiner Begründung führt Analyst Henning Cosman insbesondere zwei Faktoren an: eine schwach bewertete Dividendenrendite und die Diversifizierungspläne der Holding.

Laut dem Experten stünden diese Investitionsvorhaben derzeit nicht im Fokus der Aktionäre, was das Vertrauen in die langfristige Strategie des Managements dämpfe. Die deutliche Senkung des Ziels unter das aktuelle Kursniveau unterstreicht die Skepsis gegenüber der Wertentwicklung der Beteiligungen, die maßgeblich durch die Anteile an Volkswagen und der Porsche AG bestimmt werden.

Neue Wege in der CO2-Bilanzierung

Parallel zu der kritischen Analystenstimme gibt es Neuigkeiten aus dem operativen Umfeld der Kernbeteiligungen. Die Porsche AG plant laut Medienberichten, den gemeinsamen Emissionspool mit Volkswagen zu verlassen.

Ab dem Zeitraum 2026/27 soll stattdessen ein Pooling mit dem chinesischen Elektroauto-Hersteller Xpeng erfolgen, um die eigene CO2-Bilanz zu optimieren. Dieser Schritt folgt auf die Nachricht, dass Volkswagen seine EU-Flottenziele im Jahr 2025 verfehlt hat.

Statt der geforderten 93,6 Gramm CO2 pro Kilometer erreichte der Wolfsburger Konzern lediglich einen Wert von 100 Gramm. Durch den Wechsel des Partners für die Emissionsberechnung versucht die Sportwagentochter offenbar, regulatorische Risiken und mögliche Strafzahlungen unabhängiger vom Mutterkonzern zu steuern.

Aktienkurs nähert sich Jahrestief

An der Börse reagierte die Aktie der Porsche SE mit Abschlägen auf die negative Analysteneinschätzung. Das Papier notiert heute bei 28,14 Euro, was einem Rückgang von 1,19 Prozent entspricht. Damit setzt sich die negative Tendenz des laufenden Jahres fort, in dem der Wert seit Jahresbeginn bereits 29,24 Prozent verloren hat.

Die fundamentale Skepsis am Markt spiegelt sich auch im geringen Abstand zu technischen Marken wider. Mit dem aktuellen Kurs rückt das 52-Wochen-Tief von 26,87 Euro wieder in den Fokus, zu dem derzeit lediglich ein Puffer von 4,73 Prozent besteht.

Während andere Automobilwerte von politischen Diskussionen über angepasste Kaufprämien für Elektroautos profitieren könnten – ein Vorhaben, das SPD und CSU laut Medienberichten derzeit prüfen –, bleibt die Stimmung für die Holding durch die Barclays-Studie belastet.

Investoren warten nun darauf, ob die angestrebte Diversifizierung oder eine Stabilisierung bei den Kernbeteiligungen den Abwärtstrend der letzten Monate bremsen kann.

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Diskussion zu Porsche SE

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.