Der 911er verkauft sich blendend. Die Kassen bei Porsche leeren sich trotzdem. Wenn der Autobauer am morgigen Mittwoch seine Zahlen vorlegt, blicken Investoren auf eine Baustelle. US-Importzölle und ein teurer Konzernumbau haben den Gewinn zuletzt fast vollständig aufgefressen.
Zölle fressen den Gewinn
Das vergangene Jahr hat Spuren hinterlassen. Der operative Gewinn brach auf magere 413 Millionen Euro ein. Zuvor standen hier noch 5,64 Milliarden Euro in den Büchern.
Der Hauptgrund liegt in der Standortwahl. Porsche produziert ausschließlich in Europa. Die US-Importzölle kosteten den Konzern im vergangenen Jahr rund 813 Millionen Dollar. Damit übertrafen allein die Zollabgaben das operative Jahresergebnis.
Teurer Umbau im ersten Quartal
Am morgigen Mittwoch präsentiert Finanzvorstand Jochen Breckner die neuen Quartalszahlen. Analysten erwarten einen leichten Umsatzrückgang. Der Gewinn dürfte um rund ein Viertel sinken. Das liegt auch am anhaltend schwachen China-Geschäft.
Parallel dazu wachsen die internen Kosten. Im laufenden Jahr rechnet das Management mit Restrukturierungskosten von bis zu 900 Millionen Euro. Im ersten Quartal fielen davon erst rund 100 Millionen Euro an. Der Löwenanteil steht also noch aus.
Breckner verteidigt den Kurs. Das Unternehmen nimmt die Belastungen bewusst in Kauf. Das Ziel: langfristige Resilienz und wieder höhere Margen.
Lichtblicke und Aktienkurs
Trotz der Baustellen laufen einige Modelle hervorragend. Die Verkäufe der 911-Baureihe stiegen weltweit um 22 Prozent. In den USA schossen die Auslieferungen sogar um 83 Prozent nach oben. Der Cayenne bleibt das meistverkaufte Modell.
An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Die Porsche-Aktie notiert aktuell bei 40,70 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit gut 14 Prozent nachgegeben. Vom Tief bei 36,30 Euro im März konnte sich der Kurs etwas erholen.
Das Management steht nun in der Pflicht. Die anstehenden Berichte müssen beweisen, dass die Neuausrichtung greift.
Für das Gesamtjahr plant Porsche einen Umsatz von mindestens 35 Milliarden Euro. Die operative Marge soll zwischen 5,5 und 7,5 Prozent liegen. Marktbeobachter erwarten, dass der Vorstand diese Ziele am Mittwoch bestätigt. Weitere Details zu den Einsparungen folgen voraussichtlich auf dem Kapitalmarkttag im dritten Quartal.
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