Die Aktionäre der Porsche AG kassieren ihre Dividende. Auf der Hauptversammlung winkten sie die Ausschüttung ohne Gegenstimme durch. Seit heute handelt das Papier ex Dividende. Der Blick auf das laufende Geschäft dämpft jedoch die Feierlaune.
Glatter Durchmarsch bei Abstimmungen
Für das abgelaufene Jahr zahlt der Sportwagenbauer 1,01 Euro je Vorzugsaktie. Besitzer von Stammaktien erhalten glatt 1,00 Euro. Das Geld fließt am 26. Juni auf die Konten der Anleger.
Auf der Hauptversammlung gab es keine Überraschungen. Die Anteilseigner stimmten allen Punkten einstimmig zu. Das schließt die Entlastung des Vorstands und den neuen Aufsichtsrat Holger Peters ein. Auch ein Vergleich mit den D&O-Versicherern passierte das Gremium reibungslos.
Zölle und Modellwechsel belasten
Operativ fährt Porsche durch ein anspruchsvolles Jahr. Das Management bestätigte zwar die Zielmarge von 5,5 bis 7,5 Prozent, muss dabei aber massive Belastungen abfedern. Sondereffekte und Zölle kosten den Konzern zusammen über 1,5 Milliarden Euro.
Parallel dazu sinken die Verkaufszahlen. Das Auslaufen der 718-Modellreihe und des Verbrenner-Macans drückt schwer auf die Auslieferungen. Sie fallen am Jahresende klar unter das Niveau von 2025.
An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Vorzugsaktie schloss am Dienstag bei 46,46 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein leichtes Minus von zwei Prozent auf der Kurstafel, dennoch notiert das Papier knapp sieben Prozent über seiner 200-Tage-Linie. Ein solider technischer Puffer.
Fokus auf Halbjahreszahlen
Am 10. Juli liefert Porsche in einem Pre-Close Call erste Details zum abgelaufenen Halbjahr. Die vollständigen Zahlen folgen am 29. Juli. Dann muss das Management beweisen, dass die Margenziele trotz des harten Gegenwinds erreichbar bleiben.
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