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POET Technologies Aktie: Volumenlieferungen ab 2026

POET Technologies plant Volumenlieferungen optischer Engines für 2026 und treibt die Entwicklung des Blazar-Lasers für KI-Netzwerke voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Volumenlieferungen optischer Engines ab 2026
  • Blazar-Laser für KI-Netzwerke in Entwicklung
  • Über zehn aktive Kundenprojekte gemeldet
  • Aktienkurs seit Mai mehr als halbiert

POET Technologies hat Investoren am 30. Juni ein klares Zeitraster gegeben. Volumenlieferungen von optischen Engines sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten. Der Hybridlaser Blazar folgt als nächste große Stufe — mit geplantem Skalierungseinsatz in 2028.

Zwei Meilensteine, ein roter Faden

Blazar ist für Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung in KI-Netzwerken und Hyperscale-Rechenzentren ausgelegt. Das Produkt ergänzt die kurzfristige Roadmap, ersetzt sie aber nicht. Der unmittelbare Fokus liegt auf dem Produktionsanlauf für optische Engines — dieser soll noch in diesem Jahr beginnen.

POET meldet außerdem mehr als zehn aktive Kundengespräche. Zusammen sollen diese künftig über 100 Millionen Dollar Jahresumsatz einbringen. Das Unternehmen verknüpft diese Zahl mit dem Lumilens-Abkommen, einem 800G-Produktionsauftrag und einem neuen NRE-Vertrag für externe Lichtquellenanwendungen.

Kapital und Personal für den Anlauf

Das Unternehmen hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 830 Millionen Dollar Eigenkapital eingesammelt. Hinzu kommen potenziell weitere 661 Millionen Dollar aus Optionsscheinen, sofern diese ausgeübt werden. Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant POET zunächst rund 50 Millionen Dollar für Investitionen in Produktionsanlagen.

Parallel dazu will das Unternehmen die Belegschaft von derzeit 115 Mitarbeitern um rund 50 Stellen erweitern. Das soll in den nächsten Monaten geschehen. Die Einstellungen sind direkt an die Produktions- und Kundenmeilensteine geknüpft.

Frühe Umsätze, hohe Verluste

Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 zeigen, wie früh POET noch im Zyklus steckt. Das Unternehmen erzielte Erlöse aus Ingenieurdienstleistungen und Produkten von rund 503.000 Dollar — nach 167.000 Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust lag bei 12,3 Millionen Dollar, oder 0,08 Dollar je Aktie.

Der Markt bewertet derzeit weniger den aktuellen Umsatz als die Frage, ob POET optische Engines und KI-Rechenzentrumsaufträge in echte Serienlieferungen umwandeln kann.

Kurs weit unter dem Jahreshoch

Die Aktie notiert bei 8,71 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen rund 27 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 18,84 Euro Mitte Mai ist der Kurs damit mehr als halbiert. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 97 Prozent.

Auf der Hauptversammlung vom 26. Juni wurden alle sechs Direktoren mit mindestens 94 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Außerdem genehmigte der Vorstand im Anschluss die Ausgabe von 79.450 Restricted Stock Units an unabhängige Direktoren. Der nächste harte Termin bleibt der Start der Volumenlieferungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 — an diesem Meilenstein wird sich zeigen, ob der Produktionsanlauf hält, was er verspricht.

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