POET Technologies lässt die reine Forschungsphase hinter sich. Die Anleger reagieren euphorisch auf die Pläne für die Massenproduktion im zweiten Halbjahr 2026. Das Unternehmen wandelt sich nun spürbar zum kommerziellen Chiphersteller.
Rückkehr über wichtige Trendlinie
Die Aktie sprang am Dienstag um fast 18 Prozent auf 7,53 Euro. Damit eroberte das Papier die wichtige 200-Tage-Linie bei 6,84 Euro zurück. Dieser technische Ausbruch signalisiert eine Trendwende nach einer längeren Schwächephase. Das Handelsvolumen zog parallel dazu deutlich an.
Massenproduktion in Malaysia startet
Im Zentrum des Optimismus steht der Produktionshochlauf in Malaysia. POET will dort ab der zweiten Jahreshälfte 2026 optische Triebwerke in hohen Stückzahlen ausliefern. Bis Ende 2027 soll die Kapazität auf eine Million Einheiten pro Monat steigen.
Für diesen Ausbau investiert das Unternehmen massiv. Rund 50 Millionen Dollar fließen aktuell in neue Fertigungsanlagen. Die produzierten 800G- und 1,6T-Module sind entscheidend für moderne KI-Rechenzentren. Partnerschaften in Penang sollen dabei die notwendigen Lieferketten absichern.
Strategischer Umbau der Führung
Die Führungsebene bereitet sich auf den kommerziellen Vertrieb vor. Mit Dr. Bardia Pezeshki und Jean F. Rankin verstärken zwei Branchenexperten den Aufsichtsrat. Pezeshki gilt als Spezialist für optische Kommunikation. Er soll den Markteintritt der neuen Laser-Plattform begleiten.
Finanziell verfügt POET über ein solides Polster. In den vergangenen zwölf Monaten sammelte das Unternehmen rund 800 Millionen Dollar an Eigenkapital ein. Diese Mittel dienen als Puffer für die anstehende Skalierung des Geschäftsmodells.
Im August veröffentlicht POET Technologies die Zahlen zum zweiten Quartal. Marktteilnehmer warten dabei vor allem auf konkrete Liefertermine für die ersten Großaufträge aus dem KI-Sektor. Diese Ergebnisse könnten den weiteren Trend für den Herbst festlegen.
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