POET Technologies rutscht weiter ab. Die Aktie notiert bei 6,57 Euro, ein Minus von 1,20 Prozent zum Vortag. Über 30 Tage summiert sich der Rückgang auf fast 37 Prozent — ein Ausmaß, das selbst für die Chip-Branche ungewöhnlich ist.
Der Kurs ist damit unter den 200-Tage-Durchschnitt von 6,86 Euro gerutscht. Für Chartanalysten gilt ein solcher Bruch oft als Warnsignal für einen längerfristigen Trendwechsel. Der RSI von 36,2 nähert sich allerdings der überverkauften Zone bei 30 — ein Hinweis darauf, dass der Verkaufsdruck an seine Grenzen stoßen könnte.
Technologie-Fortschritt trotz Kursverfall
Während die Charttechnik Sorgen bereitet, macht POET operativ Fortschritte. Das Unternehmen liegt im Zeitplan für sein Gemeinschaftsprojekt mit Partner Lessengers. Ziel ist ein optisches 1.6T-2xDR4-Transceiver-Modul, eine Schlüsselkomponente für KI-Cluster und Hyperscale-Rechenzentren der nächsten Generation.
Erste Muster des 1.6T-Moduls sollen im zweiten Quartal 2026 an Kunden gehen. Das Projekt ist Teil einer größeren Strategie: POET will seine „Optical Interposer“-Plattform hochskalieren. Bis Ende 2027 peilt der Konzern eine Produktionskapazität von einer Million optischer Module pro Monat an — ein ambitioniertes Ziel angesichts der aktuellen Marktlage.
Sektorweite Abkühlung belastet die Stimmung
Der Kursrutsch bei POET steht nicht isoliert da. Große Branchennamen wie TSMC und SK Hynix meldeten zuletzt vorsichtige Margenausblicke und Verschiebungen in der Lieferkette. Die Folge: eine sektorweite „Sell-the-News“-Reaktion, die auch kleinere KI-Zulieferer wie POET erfasst hat.
Das Unternehmen treibt parallel seine „Blazar“-Hybridlaser-Plattform und die „Infinity“-Chiplet-Produkte voran. Das Management verweist auf eine wachsende Pipeline mit mehr als zehn Kundenprojekten. Langfristig soll daraus ein jährliches Umsatzpotenzial von über 100 Millionen Dollar entstehen.
Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 416 Millionen Euro — deutlich unter dem Niveau vom Mai, als die Aktie mit 18,84 Euro ihr 52-Wochen-Hoch erreichte. Ob die für Q2 2026 angekündigten Muster-Lieferungen tatsächlich in Großaufträge münden, dürfte darüber entscheiden, ob sich der Abwärtstrend stabilisiert.
POET Technologies-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue POET Technologies-Analyse vom 17. Juli liefert die Antwort:
Die neusten POET Technologies-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für POET Technologies-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
POET Technologies: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
