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Plug Power: Louisiana-Anlage produziert 448 Tonnen

Plug Power zeigt operative Fortschritte in der Wasserstoffproduktion, kämpft aber weiterhin mit hohen Verlusten und Liquiditätsdruck.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Louisiana-Anlage erreicht 90% Verfügbarkeit
  • Erstmals positiver Bruttogewinn erzielt
  • Neue Großaufträge für Elektrolyseure
  • Aktie übertrifft Analysten-Kursziele

Vom Tief bei unter einem Euro bis auf fast drei Euro — Plug Power hat eine bemerkenswerte Erholung hinter sich. Jetzt zeigt das Unternehmen, dass hinter dem Kursanstieg auch operative Substanz steckt.

Louisiana-Anlage liefert stabile Zahlen

Das Gemeinschaftswerk in Louisiana, betrieben zusammen mit Olin, hat sein erstes Jahr abgeschlossen. Im ersten Quartal 2026 produzierte die Anlage 448,3 Tonnen Flüssigwasserstoff bei einer Verfügbarkeitsrate von 90 Prozent. Allein im März entstanden 231,4 Tonnen. Die Anlage befüllte im Quartal 101 Trailer — 53 davon im März.

Diese Zahlen sind kein Selbstzweck. Sie belegen, dass Plug Power seinen Kunden in Einzelhandel, Logistik und Industrie verlässlich liefern kann. Das war lange Zeit die zentrale Schwachstelle des Unternehmens.

Der Fortschritt zeigt sich auch in der Marge. Im vierten Quartal 2025 erzielte Plug Power erstmals einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar — nach einem Bruttomargenverlust von 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Ein drastischer Umschwung, der vor allem auf höhere Verkaufsmengen und Effizienzgewinne zurückgeht.

Neue Verträge, alter Liquiditätsdruck

Parallel dazu sicherte sich das Unternehmen neue Aufträge. Für das Hy2gen-Projekt in Québec liefert Plug Power ein 275-Megawatt-Elektrolyseur-System. Mit Stream Data Centers schloss das Unternehmen einen Vertrag über mindestens 132,5 Millionen Dollar ab — Teil eines Plans, Assets im Wert von über 275 Millionen Dollar zu verkaufen, um die Kasse zu stärken.

Der Umsatz wuchs 2025 um knapp 13 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar. Der Nettoverlust lag dennoch bei 1,63 Milliarden Dollar. Kein Wunder, dass Liquidität das beherrschende Thema bleibt.

Ende 2025 hielt Plug Power 368,5 Millionen Dollar in freier Liquidität. Der operative Mittelabfluss sank von 728,6 Millionen Dollar auf 535,8 Millionen Dollar. Das Management peilt positives EBITDAS für das vierte Quartal 2026 an, operative Gewinnschwelle Ende 2027 und vollständige Profitabilität bis Ende 2028.

Kurs weit vor den Analysten

Die Aktie schloss die Woche mit einem Plus von knapp 6 Prozent auf 2,85 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um rund 50 Prozent zugelegt — und liegt damit deutlich über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten von umgerechnet etwa 2,71 Dollar. 22 Analysten vergeben im Schnitt ein „Hold“-Rating. Das Kurszielspektrum reicht von 0,75 bis 7,00 Dollar — eine Bandbreite, die zeigt, wie uneinig der Markt über Plug Powers Zukunft ist.

Am 11. Mai legt das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Analysten erwarten einen Verlust von 0,10 Dollar je Aktie — das wäre eine Verbesserung von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Beim Umsatz liegt die Schätzung bei rund 172 Millionen Dollar. Ob die Louisiana-Anlage auch im zweiten Quartal auf diesem Niveau läuft, dürfte die entscheidende operative Frage des Berichtstags sein.

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Diskussion zu Plug Power

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.