Plug Power hat im vierten Quartal 2025 erstmals seit Jahren einen positiven Bruttogewinn erzielt — und plant nun, Wasserstoffstrom ins größte Stromnetz der USA einzuspeisen. Gleichzeitig läuft am 3. April 2026 eine Frist in einem Wertpapier-Sammelklageverfahren ab. Der Turnaround-Kandidat bleibt ein Balanceakt.
Der PJM-Plan: Wasserstoff als Netzstrom
Unternehmenschef Andy Marsh hat gegenüber Bloomberg bestätigt, dass Plug Power erwägt, bis zu 250 Megawatt wasserstoffbasierter Stromerzeugung in einer möglichen PJM-Auktion anzubieten. PJM betreibt das größte Stromnetz der USA, das 13 Bundesstaaten im Osten und Mittleren Westen versorgt. Treiber ist die stark steigende Stromnachfrage durch KI-Rechenzentren, die das Netz zunehmend unter Druck setzt.
Voraussetzung für eine Beteiligung wären Verträge mit einer Laufzeit von mindestens sieben Jahren. Ob die Auktion überhaupt stattfindet, ist noch offen — die Trump-Administration hat eine Notfallauktion zur Stärkung der Stromversorgung ins Gespräch gebracht, ein konkreter Termin steht aber noch aus.
Operative Fortschritte, geteilte Analysten
Das operative Fundament hat sich verbessert. Plug Power erzielte 2025 einen Jahresumsatz von rund 710 Millionen Dollar, ein Plus von knapp 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal stand erstmals seit Jahren ein positiver Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar zu Buche — nach einer Bruttomarge von minus 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Zur Liquiditätssicherung verkauft das Unternehmen das Grundstück „Project Gateway“ für 132,5 Millionen Dollar an Stream Data Centers, mit möglicher Erhöhung auf 142 Millionen Dollar. Der Abschluss ist für Juni 2026 geplant. Insgesamt zielt das Programm auf mehr als 275 Millionen Dollar an Liquiditätsverbesserungen ab. Ende 2025 verfügte Plug Power über 368,5 Millionen Dollar an frei verfügbaren Barmitteln.
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Die Analystengemeinde bleibt gespalten. Das Konsensrating lautet laut MarketBeat „Hold“, bei einem durchschnittlichen Kursziel von 2,89 Dollar aus 17 Häusern. Die Spanne reicht von 1 Dollar (BMO Capital Markets) bis 7 Dollar (HC Wainwright). Wells Fargo hob das Kursziel zwar auf 2 Dollar an, senkte aber die Umsatzwachstumsprognose für 2026 deutlich von 29 auf 11 Prozent und erwartet ein EBITDA von minus 278 Millionen Dollar. Roth Capital bleibt mit einem Kursziel von 3,50 Dollar und einem Kaufvotum optimistischer und verweist auf verbesserte Margen und Fortschritte beim Konzernumbau.
Klagerisiko und Profitabilitätsziel
Parallel läuft das Sammelklageverfahren wegen mutmaßlich irreführender Aussagen über die Wahrscheinlichkeit, 1,66 Milliarden Dollar an Darlehensmitteln des US-Energieministeriums zu erhalten. Bis zum 3. April 2026 können geschädigte Anleger beantragen, als Hauptkläger zugelassen zu werden.
Das Management hält an seinem Fahrplan fest: positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, vollständige Profitabilität bis Ende 2028. Zusätzliche Unsicherheit bringen Zölle auf Komponenten aus China und Europa, die die Kostenstruktur belasten könnten. Die Verlängerung der Wasserstoff-Steuergutschriften bis 2027 stützt den regulatorischen Rahmen zumindest vorerst.
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