Kurz vor der Frist für eine Sammelklage gerät Plug Power erneut unter Druck. Die jüngste Erholungsrally verliert an Schwung — und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen strategisch in die Offensive gegangen ist.
Die Anwaltskanzlei Faruqi & Faruqi erinnerte Anleger am 22. März daran, dass bis zum 3. April 2026 die Frist läuft, um als Hauptkläger in einer bundesweiten Wertpapiersammelklage aufzutreten. Im Kern der Vorwürfe: Plug Power soll im Zusammenhang mit einem 1,66 Milliarden Dollar schweren Darlehen des US-Energieministeriums (DOE) irreführende Angaben gemacht haben. Konkret geht es um eine Telefonkonferenz, in der das Management ankündigte, durch die Monetarisierung von Stromrechten mehr als 275 Millionen Dollar Liquidität zu generieren — während gleichzeitig die Aussetzung der Aktivitäten im Rahmen des DOE-Programms bestätigt wurde.
Erholung trifft auf rechtliche Belastung
Die Aktie hatte sich in den vergangenen Wochen merklich erholt. Ausgehend von einem Februartief bei 1,72 Dollar bildete der Kurs ein Doppelboden-Muster, und die Notierung kletterte über den 50-Tage-Durchschnitt. Analysten sahen Potenzial für eine weitere Bewegung in Richtung der Nackenlinie bei 2,64 Dollar — dem höchsten Stand vom Januar 2026.
Diese Dynamik geriet zuletzt ins Stocken. Am vergangenen Handelstag verlor die Aktie rund sieben Prozent, deutlich mehr als der breite Markt an diesem Tag.
Wasserstoff für KI-Rechenzentren
Abseits der juristischen Auseinandersetzung verfolgt Plug Power einen ambitionierten strategischen Kurs. Das Unternehmen plant, bis zu 250 Megawatt wasserstoffbasierte Stromkapazität in einer möglichen Sonderauktion des US-Netzbetreibers PJM Interconnection anzubieten. PJM betreibt ein 13-Bundesstaaten-Netz im Osten und Mittleren Westen der USA und steht vor wachsenden Engpässen — getrieben vor allem durch den Strombedarf von KI-Rechenzentren. Die Trump-Administration hatte PJM im Januar aufgefordert, eine Notauktion abzuhalten.
Plug Power befindet sich bereits in Gesprächen mit Hyperscalern, Rechenzentrumsbetreibern und Versorgungsunternehmen. Verträge mit einer Mindestlaufzeit von sieben Jahren wären Voraussetzung — und würden dem Unternehmen planbarere Cashflows bescheren als der bisherige Produktverkauf.
Verbesserung auf dem Papier, Verluste in der Praxis
Im vierten Quartal 2025 wies Plug Power erstmals seit längerer Zeit einen Bruttogewinn aus: 5,5 Millionen Dollar, nach einem Bruttoverlust von 233 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Die GenEco-Elektrolyseur-Sparte erzielte 2025 einen Rekordumsatz von 187 Millionen Dollar.
Trotzdem bleibt die finanzielle Lage angespannt. Das operative Defizit liegt bei rund 1,5 Milliarden Dollar, der operative Cashburn belief sich im vergangenen Jahr auf etwa 535 Millionen Dollar. Kapitalintensive Stromprojekte erhöhen den Druck auf die Finanzierungsdisziplin zusätzlich.
Die nächsten Quartalszahlen folgen am 13. Mai 2026. Analysten erwarten für das erste Quartal einen Verlust je Aktie von 0,10 Dollar sowie Umsätze von rund 142 Millionen Dollar — ein Wachstum von knapp sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Management hält an seinen Zielen fest: positives EBITDAS im vierten Quartal 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027 und vollständige Profitabilität bis Ende 2028.
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