Plug Power kämpft auf zwei Fronten gleichzeitig. Während die Aktie in den vergangenen Wochen deutlich zulegen konnte, nähert sich am 3. April 2026 eine wichtige Frist im laufenden Wertpapierbetrugsverfahren — mit potenziell weitreichenden Folgen für das Unternehmen.
Die Vorwürfe im Kern
Die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP reichte am 24. März 2026 eine Sammelklage gegen Plug Power und mehrere leitende Mitarbeiter ein. Der Vorwurf: Das Unternehmen soll Investoren systematisch über die Wahrscheinlichkeit getäuscht haben, tatsächlich Mittel aus dem 1,66-Milliarden-Dollar-Kreditprogramm des US-Energieministeriums (DOE) zu erhalten.
Den Auslöser lieferte eine Ankündigung vom November 2025. Plug Power teilte mit, alle Aktivitäten im Rahmen des DOE-Programms einzustellen — die Aktie brach daraufhin am 14. November 2025 um rund 17 Prozent ein. Das Grundstück, das ursprünglich für eine Wasserstoffproduktionsanlage vorgesehen war, wird nun an Stream Data Centers verkauft. Der Erlös soll mindestens 132,5 Millionen Dollar betragen, der Abschluss ist bis spätestens 30. Juni 2026 geplant.
Neben Bleichmar Fonti & Auld drängen auch The Gross Law Firm und Faruqi & Faruqi betroffene Aktionäre zur Anmeldung. Anspruchsberechtigt sind Investoren, die zwischen dem 17. Januar 2025 und dem 13. November 2025 Plug-Power-Papiere erworben haben. Das Verfahren liegt beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk New York.
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Erholung trotz rechtlichem Gegenwind
Ungeachtet der juristischen Belastung hat die Aktie zuletzt deutlich zugelegt — rund 22 Prozent allein im vergangenen Monat. Treiber dieser Erholung sind die Jahreszahlen für 2025: Plug Power steigerte den Umsatz um knapp 13 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar. Besonders bemerkenswert ist der Bruttogewinn im vierten Quartal 2025 von 5,5 Millionen Dollar — eine Marge von 2,4 Prozent, nach einem Minus von 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Das Management hat konkrete Meilensteine ausgegeben: positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027 und vollständige Profitabilität bis Ende 2028. Analysten sehen den fairen Wert bei rund 2,74 Dollar je Aktie und damit merklich über dem aktuellen Kursniveau — bewerten die langfristigen Aussichten angesichts der Ausführungsrisiken jedoch gemischt.
Ob die Sammelklage den operativen Kurs des Unternehmens konkret beeinträchtigt, wird sich nach dem 3. April zeigen, wenn die Frist zur Anmeldung als Hauptkläger abläuft und das Verfahren in die nächste Phase tritt.
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