Starke operative Fortschritte, schwacher Kurs. Bei Plug Power klaffen Realität und Marktstimmung spürbar auseinander. Die Aktie notiert aktuell bei 2,09 Euro. Damit verlor der Wasserstoff-Spezialist seit dem Juni-Hoch fast 44 Prozent an Wert.
Analysten und Leerverkäufer
Morgan Stanley hat das Kursziel leicht auf 1,65 US-Dollar angehoben. Zuvor lag der Wert bei 1,50 US-Dollar. Die Analysten bleiben bei ihrem negativen „Underweight“-Rating. Viele Investoren teilen diese Skepsis. Sie wetten massiv auf weiter fallende Kurse. Die Short-Quote liegt inzwischen bei extremen 27,4 Prozent.
Der Ausverkauf drückt die Aktie unter wichtige charttechnische Marken. Der Kurs notiert knapp acht Prozent unter der langfristigen 200-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei 2,26 Euro.
Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 31,4 eine stark überverkaufte Situation. Die hohe Schwankungsbreite der Aktie befeuert die Nervosität zusätzlich. Die Folge: ein volatiles Setup.
Hoffnung auf den Squeeze
Einige Marktbeobachter spekulieren auf einen Short-Squeeze. Dafür muss Plug Power weitere Erfolge liefern. Das Management verbesserte die Bruttomarge zuletzt von minus 55 auf minus 13 Prozent. Parallel dazu kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 22 Prozent. Neue Aufträge für Elektrolyseure stützen diesen Trend.
Das zentrale Risiko bleibt die schwache Bilanz. Marktbeobachter warnen vor einer möglichen Kapitalerhöhung. Schließt der Konzern diese zu ungünstigen Konditionen ab, droht ein weiterer Kursrutsch. Auch ein anhaltend hoher Barmittelverbrauch würde den Sanierungsplan gefährden.
Das nächste Quartalsergebnis gibt die Richtung vor. Erste Schätzungen terminieren die Zahlenvorlage auf den 10. August. Fällt der Bericht schwach aus, droht ein Test des jüngsten Tiefs bei 1,21 Euro. Überzeugt das Unternehmen jedoch mit einer soliden Bilanz, könnten die vielen Leerverkäufer plötzliche Eindeckungen erzwingen.
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