Künstliche Intelligenz frisst Strom. Plug Power will diesen Hunger nun stillen. Der Wasserstoff-Spezialist positioniert seine Brennstoffzellen gezielt als Energiequelle für gigantische Rechenzentren. Das Kalkül ist klar: Die Tech-Branche sucht händeringend nach klimaneutralem Strom. An der Börse kommt der Kurswechsel gut an. Die Aktie kletterte heute um fast sechs Prozent auf 2,50 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von rund 31 Prozent auf der Kurstafel.
Der Weg in die Rechenzentren
Der Strombedarf für KI-Anwendungen explodiert. Bis 2030 könnte sich der Anteil von Rechenzentren am US-Stromverbrauch auf fast zwölf Prozent verdreifachen. Branchenexperten erwarten in diesem Jahrzehnt gigantische Investitionen in neue Infrastruktur. Plug Power sieht hier eine massive Lücke. Brennstoffzellen sollen das überlastete Stromnetz entlasten. Zwar ist Wasserstoff aktuell noch teurer als klassische Energiequellen. Das Management setzt aber auf den Zwang der Tech-Riesen zu emissionsfreiem Strom.
Um von diesem Trend zu profitieren, muss das Unternehmen profitabel werden. Dafür startete das Management das sogenannte Project Quantum Leap. Der Fahrplan ist ambitioniert. Im vierten Quartal 2026 soll das operative Ergebnis vor Abschreibungen positiv ausfallen. Ein Jahr später peilt Plug Power einen echten operativen Gewinn an. Ab 2028 will der Konzern unter dem Strich Geld verdienen.
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Ein zentraler Hebel dafür ist die eigene Wasserstoffproduktion. Bisher kaufte das Unternehmen teuren flüssigen Wasserstoff von Dritten. Nun laufen eigene Anlagen in US-Bundesstaaten wie Georgia und Louisiana. Die Folge: Die Beschaffungskosten fielen auf ein Drittel des ursprünglichen Niveaus.
Großauftrag in Kanada
Parallel dazu treibt Plug Power das klassische Elektrolyseur-Geschäft voran. Im April sicherte sich das Unternehmen einen Großauftrag in Kanada. Für das Projekt Courant in Québec liefert der Konzern ein System mit 275 Megawatt Leistung. Der Bau startet im Jahr 2027. Zwei Jahre später soll die Anlage den vollen Betrieb aufnehmen.
Marktbeobachter sehen die Branche dennoch vor einer Hürde. Die Kostengleichheit mit anderen Energieformen bleibt in den nächsten fünf Jahren eine massive Herausforderung. Plug Power muss nun die eigene Kostenstruktur weiter drücken. Gelingt die Integration der Brennstoffzellen in die KI-Infrastruktur, stützt das die aktuelle Bewertung. Scheitert der Plan, wackeln die ambitionierten Profitabilitätsziele für die kommenden Jahre.
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