Plug Power tritt diese Woche gleichzeitig in drei europäischen Hauptstädten und Washington auf — mit einem neuen CEO, verbesserten Zahlen und einer klaren Botschaft an institutionelle Investoren. Das Unternehmen will zeigen, dass der Turnaround mehr als eine Hoffnung ist.
Die Zahlen dahinter
Der Zeitpunkt der Roadshow ist kein Zufall. Plug Power kommt mit dem bisher überzeugendsten Zahlenwerk seit Jahren in diese Gespräche.
Der Gesamtumsatz 2025 stieg um 12,9 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar. Im vierten Quartal erzielte das Unternehmen erstmals seit Jahren einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar — eine Bruttomarge von 2,4 Prozent, verglichen mit minus 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich für diesen Schwenk ist das interne Programm „Project Quantum Leap“, das Betriebsabläufe optimiert, Kosten senkt und den Cashflow verbessern soll.
Hinzu kommt das Elektrolyseur-Segment GenEco: 187 Millionen Dollar Umsatz im Jahr 2025, ein globaler Vertriebstrichter von rund 8 Milliarden Dollar und über 300 Megawatt ausgelieferter Kapazität auf sechs Kontinenten.
Neuer CEO, konkrete Ziele
Jose Luis Crespo übernahm am 2. März 2026 den CEO-Posten. Er bringt über zehn Jahre Erfahrung im Wasserstoff- und Brennstoffzellenbereich mit und war zuvor als President und Chief Revenue Officer für Umsatzstrategie und globalen Vertrieb zuständig.
Seine Zielvorgaben sind klar terminiert: positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, vollständige Profitabilität bis Ende 2028. Während Crespo persönlich auf der J.P. Morgan Industrials Conference in Washington auftritt, reist CFO Paul Middleton durch London, Stockholm und Paris — eine bewusste Aufteilung, die Crespos Vertrautheit mit europäischen Märkten nutzt.
Bilanz und Blick nach vorn
Plug Power stützt seinen Turnaround nicht allein auf Umsatzwachstum. Der Verkauf des New York Project Gateway-Geländes an Stream Data Centers für 132,5 Millionen Dollar ist der erste Schritt eines 275-Millionen-Dollar-Programms zur Optimierung der Infrastruktur, das in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden soll. Ende 2025 verfügte das Unternehmen über 368,5 Millionen Dollar an frei verfügbarem Kapital.
Bemerkenswert ist zudem der Plan, bis zu 250 Megawatt Wasserstoffstrom in einer möglichen PJM-Netzauktion anzubieten — dem größten Stromnetz der USA. Wasserstoff als dispatchable Energiequelle für KI-getriebene Rechenzentren zu positionieren, ist genau die Art von Narrativ, die neue Investorengruppen ansprechen kann.
Skepsis bleibt berechtigt
Trotz der positiven Entwicklung bleibt das Bild unvollständig. Ein kumuliertes Defizit von 8,2 Milliarden Dollar, laufende Klagen und ein nach wie vor deutlich negatives operatives Ergebnis erinnern daran, dass Vertrauen bei Plug Power Quartal für Quartal neu verdient werden muss. Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten zwar deutlich erholt, notiert aber noch immer weit unter früheren Niveaus.
Die Roadshow macht deutlich: Plug Power weiß, dass eine Turnaround-Geschichte erzählt werden muss — und gleichzeitig geliefert werden muss. Die Profitabilitätsziele bis 2028 geben Investoren nun einen konkreten Maßstab, an dem das Management gemessen werden wird.
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