Starkes Umsatzwachstum reicht in der Wasserstoffbranche längst nicht mehr aus. Plug Power zieht nun die Zügel an und verordnet sich ein striktes Sparprogramm. Mit dem Projekt „Quantum Leap“ will das Management die hohen Verluste eindämmen und den Konzern bis Ende des Jahres operativ in die schwarzen Zahlen führen.
Abbau von Beständen und Kosten
Ein zentraler Baustein der neuen Strategie ist der Abbau von Lagerbeständen. Im laufenden Geschäftsjahr 2026 sollen die Vorräte um mindestens 100 Millionen US-Dollar sinken. Die positiven Effekte auf die Kasse erwartet das Management vorwiegend im zweiten Halbjahr. Parallel dazu deckelt das Unternehmen die operativen Ausgaben auf rund 75 Millionen Dollar pro Quartal.
Operativ zeigen die Maßnahmen erste Erfolge. Im ersten Quartal stieg der Nettoumsatz im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar. Treiber waren höhere Verkäufe von Ausrüstung, Dienstleistungen und Wasserstoff. Hinzu kommt eine deutliche Verbesserung bei der Bruttomarge. Der Bruttoverlust schrumpfte auf gut 21 Millionen Dollar zusammen.
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Unter dem Strich verbuchte der Wasserstoffspezialist dennoch einen hohen Fehlbetrag. Der Nettoverlust belief sich auf 245,3 Millionen Dollar. Ein Großteil dieses Minus resultiert aus nicht liquiditätswirksamen Belastungen. Dazu zählen Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts bei Wandelanleihen sowie Verbindlichkeiten aus Optionsscheinen im Wert von zusammen über 125 Millionen Dollar.
Der Weg in die schwarzen Zahlen
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Der Umsatz soll um 13 bis 15 Prozent wachsen. Dabei rechnet Plug Power mit einer starken zweiten Jahreshälfte, die etwa sechs Zehntel der Erlöse beisteuern soll. Das erklärte Ziel bleibt ein positives EBITDAS im vierten Quartal.
Langfristig peilt das Management für 2027 ein positives Betriebsergebnis an, gefolgt von der Gesamtprofitabilität ein Jahr später. Die aktuelle Produktionskapazität von 40 Tonnen Wasserstoff pro Tag bildet dafür die Basis. Kurzfristig rückt die Bilanz in den Fokus. Die vorhandene Liquidität deckt zwar die geplanten Abflüsse für 2026, für zusätzlichen Spielraum treibt Plug Power nun die Monetarisierung von Vermögenswerten voran.
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