Der neue Plug-Power-Chef wählt einen ungewöhnlichen Weg. Statt einer polierten Präsentation für die Wall Street stellte sich Jose Luis Crespo am Donnerstag den ungeschönten Fragen der Reddit-Community. Dieser direkte Draht zu den Privatanlegern zeigt, wie sich die Kommunikationsstrategie des Wasserstoff-Spezialisten wandelt.
In der zweistündigen Online-Fragerunde skizzierte Crespo seine strategischen Prioritäten und den Ausbau der Wasserstoffproduktion. Die Börse reagierte moderat auf den Auftritt. Die Papiere pendelten sich zum Handelsschluss bei 2,83 US-Dollar ein. Das Handelsvolumen blieb mit rund 57 Millionen Aktien leicht unter dem üblichen Durchschnitt.
Erster operativer Lichtblick
Der Dialog findet vor einem fragilen, aber aufhellenden finanziellen Hintergrund statt. Im vierten Quartal 2025 verbuchte Plug Power einen Umsatz von gut 225 Millionen US-Dollar. Viel wichtiger ist ein anderes Detail. Das Unternehmen erzielte erstmals einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen US-Dollar.
Das entspricht einer Marge von 2,4 Prozent — ein massiver Kontrast zur tiefroten Bilanz der vergangenen Jahre. Unter dem Sparprogramm „Project Quantum Leap“ will das Management die Kosten weiter drücken. Crespo hält an dem Fahrplan fest, bis Ende 2026 ein positives bereinigtes EBITDA zu erreichen. Die volle Profitabilität peilt er für das darauffolgende Jahr an.
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Milliarden-Pipeline und Zoll-Gegenwind
Rückenwind liefert eine kommerzielle Projektpipeline im Wert von über acht Milliarden US-Dollar. Erst Anfang April sicherte sich Plug Power einen der bisher größten Aufträge für Elektrolyseure. Das Unternehmen liefert ein 275-Megawatt-System für das kanadische „Courant“-Projekt von Hy2gen. Die Anlage in Québec soll künftig jährlich über eine halbe Million Tonnen grünes Ammoniumnitrat produzieren.
Analysten bleiben indes skeptisch. Das durchschnittliche Kursziel der jüngsten Bewertungen von Susquehanna, Jefferies und Wells Fargo liegt bei lediglich 2,18 US-Dollar. Das impliziert ein Abwärtsrisiko von rund 25 Prozent. Ein Hauptgrund für die Vorsicht sind neue Zölle von 20 Prozent auf europäische Elektrolyseur-Importe. Diese belasten die Lieferkette kurzfristig stark, bis das Unternehmen auf heimische Zulieferer umgestellt hat.
Parallel dazu muss das Management juristische und finanzielle Altlasten abarbeiten. Mehrere Sammelklagen wegen der ausgesetzten Milliarden-Kreditzusage des US-Energieministeriums belasten die Stimmung. Um die Liquidität zu sichern, verkauft Plug Power nun sein „Project Gateway“-Gelände für mindestens 132,5 Millionen US-Dollar an Stream Data Centers. Der Erlös aus diesem Deal soll den operativen Betrieb bis Ende 2026 durchfinanzieren.
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