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Plug Power Aktie: Führungsstreit

Eine Klage gegen den ehemaligen Präsidenten zeigt interne Konflikte um die Nachfolge des CEOs auf. Der geplante Führungswechsel bei Plug Power verläuft weniger reibungslos als offiziell dargestellt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Klage wegen Vertragsverletzung gegen Ex-Präsidenten
  • Interne Spannungen bei CEO-Nachfolgeplanung
  • Wichtige Hauptversammlung zu Kapitalerhöhung Ende Januar
  • Aktie reagiert gemischt auf Klage und Partnerschaft

Der plötzliche Abgang des früheren Plug-Power-Präsidenten Sanjay Shrestha im Oktober 2025 wirkte damals wie ein geordneter Schritt in einem langfristigen Nachfolgeplan. Nun zeigt eine Klage des Unternehmens: Hinter den Kulissen dürfte es deutlich mehr Spannungen gegeben haben. Für Anleger stellt sich damit die Frage, wie stabil der anstehende Führungswechsel wirklich aufgestellt ist – und was das für die weitere Entwicklung bedeutet.

Klage gegen Ex-Präsident – ein anderes Bild der Nachfolge

Plug Power hat am 9. Januar 2026 beim Supreme Court des US-Bundesstaates New York in Albany eine Klage wegen Vertragsverletzung gegen den ehemaligen Präsidenten Sanjay Shrestha eingereicht. Shrestha war im Oktober 2025 zurückgetreten, offiziell im Rahmen eines mehrjährigen Nachfolgeplans.

In der Klageschrift wirft das Unternehmen ihm vor, verschiedene Vereinbarungen verletzt zu haben. Brisant ist dabei vor allem die geschilderte Sicht auf die interne Nachfolgeplanung: Während CEO Andy Marsh Shrestha demnach als „Zukunft von Plug“ gesehen haben soll, habe der Verwaltungsrat ihn noch nicht für bereit gehalten, die CEO-Rolle zu übernehmen. Shrestha wiederum wird eine Ungeduld mit dem Zeitplan der Amtsübergabe zugeschrieben.

Damit entsteht ein deutlich anderes Bild als in der offiziellen Mitteilung vom 7. Oktober 2025. Damals hatte Plug Power den Führungswechsel als planmäßige, mehrjährige Transition verkauft. Zugleich wurde bekannt gegeben, dass Chief Revenue Officer Jose Luis Crespo sofort zum Präsidenten aufsteigt und Andy Marsh im März 2026 als CEO ablösen soll.

Marktreaktion und aktueller Kontext

Die nun bekannt gewordene Klage wurde am Montag, 12. Januar, öffentlich und fiel zusammen mit einem freundlichen Handelstag für die Aktie: Im Tagesverlauf kletterte der Kurs bis auf 2,39 US-Dollar, der Schlusskurs lag bei 2,28 US-Dollar. Damit bewegt sich die Aktie aktuell rund 35 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber deutlich über dem Zwischentief von 0,63 US-Dollar im Mai.

Am Markt wurde die Kursbewegung nicht nur mit der Klage, sondern im Kontext weiterer jüngster Nachrichten gesehen. In der Vorwoche hatte Plug Power eine strategische Partnerschaft mit Walmart gemeldet, zugleich aber eine Herabstufung durch TD Cowen hinnehmen müssen. Die Kombination aus strategischer Kooperation und skeptischer Analystensicht sorgt für ein gemischtes Bild: operative Chancen auf der einen Seite, anhaltende Zweifel an Profitabilität und Kapitalstruktur auf der anderen.

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Interne Spannungen in einer kritischen Phase

Die juristische Auseinandersetzung liefert einen seltenen Einblick in die internen Machtverhältnisse bei Plug Power – und das in einer Phase, in der das Unternehmen gleichzeitig an mehreren Fronten unter Druck steht.

Operativ arbeitet Plug Power daran, sein Ökosystem rund um grünen Wasserstoff weiter hochzufahren. Besonders der Bereich Elektrolyseure soll für deutliches Umsatzwachstum sorgen. Zugleich versucht das Management, die hohen Barmittelabflüsse zu reduzieren und die Profitabilität schrittweise zu verbessern. Effizienzprogramme und strikteres Kostenmanagement stehen deshalb weit oben auf der Agenda.

Die Klage gegen Shrestha legt nahe, dass der Abgang eines zentralen Managers weniger reibungslos verlief, als es die offizielle Kommunikation im Oktober suggerierte. Damals hieß es, der Übergang zu Jose Luis Crespo als künftigem CEO und Andy Marsh als künftigen Executive Chairman verlaufe nahtlos. Die jetzt publik gewordenen Vorwürfe deuten hingegen auf interne Konflikte über Tempo und Ausgestaltung der Nachfolge hin.

Nächste Termine im Blick

Für die nächsten Wochen und Monate stehen mehrere entscheidende Wegmarken an:

  • 29. Januar 2026: Eine verschobene außerordentliche Hauptversammlung soll über die Erhöhung der genehmigten Anzahl ausstehender Stammaktien abstimmen. Das Unternehmen will sich damit zusätzlichen finanziellen Spielraum zur Deckung seines Kapitalbedarfs sichern.
  • Anfang März 2026: Rund um den 2. März wird der nächste Quartalsbericht erwartet. Dann wird sich zeigen, ob Plug Power bei Umsatzwachstum, Margen und Cash-Burn tatsächlich Fortschritte macht.
  • März 2026: Offizieller CEO-Wechsel von Andy Marsh zu Jose Luis Crespo, Marsh soll Executive Chairman des Boards werden.

Derzeit liegt der Analystenkonsens für die Aktie bei einer „Hold“-Bewertung. Damit signalisiert der Markt, dass Plug Power in einer Übergangsphase steckt: Die Kombination aus juristisch belastetem Führungswechsel, anstehender Kapitalmaßnahme und unverändert hohem Anspruch an Wachstum und Profitabilität macht die kommenden Monate zu einem Härtetest für das aktuelle Management und seine Strategie.

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