Für den Wasserstoff-Spezialisten Plug Power verdichten sich die operativen und juristischen Herausforderungen an mehreren Fronten. Während das Unternehmen mit dem Verkauf von Anlagen dringend benötigte Liquidität beschafft, läuft in wenigen Tagen eine wichtige Frist für geschädigte Anleger ab. Gleichzeitig drohen neue US-Zölle die ohnehin fragile Lieferkette massiv zu verteuern.
Juristisches Nachspiel um Milliardenkredit
Bis zum 3. April 2026 haben Investoren Zeit, sich als Hauptkläger in einer Sammelklage gegen das Management in Stellung zu bringen. Die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP wirft den Verantwortlichen vor, falsche Angaben über eine Kreditbürgschaft des US-Energieministeriums in Höhe von 1,66 Milliarden Dollar gemacht zu haben. Diese Unstimmigkeiten rund um die Finanzierung von Wasserstoffanlagen hatten den Börsenwert in der Vergangenheit zwischenzeitlich um 17 Prozent einbrechen lassen.
Zölle belasten die Margen
Abseits der Gerichtssäle kämpft der Konzern mit handfesten operativen Hürden. Neue Zölle in Höhe von 20 Prozent auf chinesische Bauteile und europäische Elektrolyseure treffen das Brennstoffzellen-Geschäft empfindlich. Dieser Kostendruck gefährdet die Profitabilitätsziele, da der zwingend notwendige Wechsel zu heimischen Zulieferern Zeit beansprucht. Analysten reagieren bereits auf das veränderte Umfeld: Jefferies senkte das Kursziel kürzlich von 2,00 auf 1,80 US-Dollar.
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Anlagenverkauf soll Kasse füllen
Um die angespannte Bilanz zu entlasten, trennt sich das Unternehmen nun von Vermögenswerten. Der Verkauf der Beteiligung am „Project Gateway“ in New York an Stream Data Centers soll bis Ende Juni mindestens 132,5 Millionen Dollar in die Kasse spülen. Es ist der erste Schritt eines größeren Plans, der im laufenden Jahr insgesamt 275 Millionen Dollar an neuer Liquidität generieren soll. Zwar zeigte das vierte Quartal 2025 mit einem positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar erste operative Lichtblicke. Gewaltige außerplanmäßige Abschreibungen von 763 Millionen Dollar und ein anhaltend hoher Cashburn trüben das Bild jedoch erheblich.
Trotz eines Kursanstiegs von knapp 26 Prozent auf Monatssicht schloss das Papier am Dienstag bei lediglich 1,95 Euro. Der deutliche Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 3,51 Euro unterstreicht die anhaltende Vorsicht der Anleger.
Die kommenden Wochen erfordern von Aktionären starke Nerven. Mit dem Ablauf der Klagefrist am Freitag und der anhaltenden Suche nach frischem Kapital bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Die nächsten harten Fakten zur finanziellen Reichweite liefert das Management am 13. Mai 2026 mit den Ergebnissen des ersten Quartals.
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