Plug Power wirbt gerade bei Investoren — und verliert trotzdem Boden. Während CEO Jose-Luis Crespo und Chief Strategy Officer Benjamin Haycraft auf der Roth London Conference institutionelle Anleger von der Wasserstoffstrategie überzeugen wollen, fällt die Aktie auf 2,34 Euro. Ein Minus von 3,58 Prozent an diesem Dienstag allein.
Roadmap zur Profitabilität im Mittelpunkt
Die dreitägige Konferenz läuft bis zum 18. Juni. Das Führungsduo diskutiert mit Investoren globale Wachstumschancen und den Fortschritt beim Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur. Kernthema: der Weg zu einem positiven bereinigten EBITDA. Analysten erwarten diesen Meilenstein für das vierte Quartal 2026.
Das Timing ist heikel. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,72 Euro ist die Aktie inzwischen 37 Prozent entfernt. Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor sie mehr als 20 Prozent.
Steuergutschriften statt Kapitalerhöhung
Um den kapitalintensiven Ausbau zu finanzieren, ohne Aktionäre zu verwässern, verkauft Plug Power Investitionssteuergutschriften. Zuletzt flossen rund 39,2 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Steuergutschriften für das Produktionswerk in St. Gabriel, Louisiana. Eine ähnliche Transaktion über 30 Millionen Dollar hatte das Unternehmen bereits im Januar 2025 für ein Projekt in Georgia abgeschlossen.
Zum Ende des ersten Quartals 2026 wies Plug Power eine Liquidität von 802 Millionen Dollar aus. Dem stehen Gesamtverbindlichkeiten von 1,59 Milliarden Dollar gegenüber.
Operatives Wachstum trifft schwache Stimmung
Das operative Bild ist deutlich freundlicher als der Kursverlauf vermuten lässt. Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 163,5 Millionen Dollar — ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Elektrolyseur-Segment legte dabei um 345 Prozent zu. Die Projektpipeline in diesem Bereich umfasst inzwischen ein Volumen von über 8 Milliarden Dollar, darunter ein 30-MW-Auftrag für eine Industrieanlage in Großbritannien und ein 275-MW-FEED-Vertrag mit Hy2gen Canada.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 813 Millionen Dollar. Ein Nettoverlust von etwa 492 Millionen Dollar bleibt dabei eingepreist — der Infrastrukturaufbau kostet.
Technisch an der Grenze
Der RSI liegt bei 33,4 und nähert sich damit der Überverkauft-Zone. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 2,81 Euro liegt knapp 17 Prozent über dem aktuellen Kurs — eine Lücke, die den kurzfristigen Abwärtstrend unterstreicht. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 2,21 Euro hält als nächste Unterstützung. Trotz allem: Auf Jahressicht steht die Aktie noch mit über 23 Prozent im Plus.
Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 16. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
