Innerhalb von sieben Tagen hat die Plug Power Aktie fast 18 Prozent verloren. Hinter dem Rückgang steckt mehr als schlechte Stimmung — eine Kombination aus drohender Kapitalverwässerung, offenen Finanzierungsfragen und einem ungünstigen Makroumfeld trifft das Unternehmen gerade zur Unzeit.
Aktionäre stimmen über 25 Millionen neue Aktien ab
Am 11. Juni findet die Hauptversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vorschlag zur Erweiterung des Aktienplans um 25 Millionen Anteilsscheine — ein Volumen, das bei Anlegern Verwässerungssorgen auslöst und maßgeblich zur jüngsten Kursschwäche beiträgt. Zeitgleich tritt der Rücktritt von Direktorin Kavita Mahtani in Kraft.
Der Kurs schloss am Freitag bei 2,80 Euro, ein Tagesverlust von knapp zehn Prozent. Damit notiert die Aktie rund 25 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 3,72 Euro, das erst Anfang Juni markiert wurde.
Project Gateway: Frist bis Ende Juni
Parallel läuft die Uhr bei „Project Gateway“. Bis zum 30. Juni muss Plug Power einen Vermögensverkauf abschließen, der bis zu 142 Millionen Dollar einbringen soll. Bereits realisiert: der Verkauf von Investment Tax Credits im Wert von 39,2 Millionen Dollar aus der Produktionsanlage in St. Gabriel, Louisiana.
Die Liquiditätslage ist angespannt, aber nicht kritisch. Ende des ersten Quartals wies das Unternehmen eine Kassenposition von 802 Millionen Dollar aus — inklusive gebundener Mittel. Der Umsatz stieg im Quartal um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar, der Nettoverlust belief sich auf 245,3 Millionen Dollar.
Sektor unter Druck, Makro macht es schlimmer
Plug Power war am Freitag nicht allein. Ballard Power Systems verlor 18,95 Prozent, FuelCell Energy sogar 19,07 Prozent. Der gesamte Wasserstoff- und Brennstoffzellensektor geriet unter Abgabedruck.
Auslöser war ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht für Mai mit 172.000 neu geschaffenen Stellen. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten über 4,5 Prozent — ein Niveau, das kapitalintensive Wachstumssektoren wie erneuerbare Energien strukturell belastet.
Ziele für 2026 und 2028 bleiben stehen
CEO Crespo hält an den mittelfristigen Zielen fest: positives EBITDA im vierten Quartal 2026, vollständige Profitabilität bis 2028. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 15 Prozent an.
Ob dieser Kurs haltbar ist, entscheidet sich in den nächsten drei Wochen. Das Ergebnis der Hauptversammlung am 11. Juni und der Abschluss des Project-Gateway-Verkaufs bis Ende Juni werden zeigen, ob Plug Power seinen Kapitalbedarf ohne weitere Kursbelastung decken kann.
Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 7. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
