Ein abgeschossener US-Helikopter über der Straße von Hormus schickt Schockwellen durch die Märkte. Anleger fliehen fluchtartig aus riskanten Werten. Die Plug Power Aktie trifft dieser Ausverkauf hart. Der Kurs fiel am Dienstag auf 2,54 Euro.
Der Iran hat einen amerikanischen Apache-Hubschrauber vom Himmel geholt. Washington droht nun mit einer militärischen Antwort. Die Folge: Ölpreise schossen über die Marke von 107 US-Dollar. Erneuerbare Energien brachen hingegen ein. Plug Power verzeichnet den fünften Verlusttag in Folge. Auf Wochensicht verlor das Papier gut 20 Prozent an Wert.
Frisches Kapital und neue Aufträge
Operativ meldet der Wasserstoff-Spezialist indes Fortschritte. Das Management wandelte Steuergutschriften für das Werk in St. Gabriel in Bargeld um. Das spült 44 Millionen US-Dollar in die Kasse. Diese Maßnahme stärkt die Liquidität. Ende des ersten Quartals lagen die Reserven bei rund 223 Millionen US-Dollar.
Auch auf der Projektseite gibt es Bewegung. Für das Barrow Green Projekt fiel die finale Investitionsentscheidung. Plug Power liefert hier ein 30-Megawatt-Elektrolyseursystem. Hinzu kommt ein Großauftrag aus Québec. Dort baut das Unternehmen eine Anlage mit 275 Megawatt Leistung. Die Nachfrage nach der Technologie bleibt intakt.
Hauptversammlung im Fokus
Technisch nähert sich die Aktie dem überverkauften Bereich. Der RSI-Wert fiel auf 37. Der Kurs rutschte unter den kurzfristigen Trend, hält sich aber noch über dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,18 Euro. Seit Jahresbeginn steht immer noch ein solides Plus auf der Anzeigetafel.
Morgen tritt das Management vor die Aktionäre. Am Donnerstag findet die offizielle Hauptversammlung statt. Dort wird der Vorstand erklären müssen, wie er das Wachstum in diesem extrem volatilen Marktumfeld absichern will.
