Starke Kursgewinne treffen auf reale Probleme in der Lieferkette. Bei Plug Power klaffen Euphorie und operative Hürden derzeit weit auseinander. Am 11. Mai präsentiert der Wasserstoff-Spezialist seine Zahlen für das erste Quartal. Dann muss das Management beweisen, ob der jüngste Höhenflug gerechtfertigt ist.
Die Aktie hat eine rasante Entwicklung hinter sich. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 313 Prozent. Allein im vergangenen Monat kletterte der Kurs um über 30 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 2,83 Euro. Ein Teil dieser Dynamik stammt von außen. Starke Quartalszahlen des Konkurrenten Bloom Energy zogen den gesamten Brennstoffzellen-Sektor nach oben.
Zölle belasten die Lieferkette
Trotz der guten Stimmung am Markt kämpft das Unternehmen mit strukturellem Gegenwind. Neue Zölle von 20 Prozent verteuern europäische Elektrolyseure und chinesische Bauteile massiv. Plug Power reagiert darauf. Das Management verlagert die Beschaffung zunehmend auf heimische Zulieferer.
Das interne Umbauprogramm zeigt bereits erste Erfolge. Die Bruttomarge verbesserte sich im Jahresvergleich von minus 123 Prozent auf plus zwei Prozent. Günstigere hauseigene Wasserstoffproduktion treibt diese Entwicklung an. Hinzu kommt ein neuer Absatzmarkt. Das Unternehmen bietet seine Brennstoffzellen nun auch für KI-Rechenzentren an.
Liquidität und Analystenblick
Ein zentrales Thema für Investoren bleibt der hohe Kapitalverbrauch. Im vergangenen Jahr verbrannte der Konzern über 819 Millionen US-Dollar. Dem stehen lediglich 336 Millionen US-Dollar an Barmitteln gegenüber. Die Schuldenlast liegt bei knapp einer Milliarde US-Dollar.
Um die Kassen zu füllen, verkauft Plug Power seine Anteile am Gateway-Projekt. Der Abschluss ist für Ende Juni geplant. Das Ziel: eine Finanzspritze im dreistelligen Millionenbereich.
Für das abgelaufene Quartal erwartet die Wall Street einen Verlust von 0,09 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll bei knapp 140 Millionen US-Dollar liegen.
Analysten bewerten die langfristigen Aussichten völlig unterschiedlich. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,74 US-Dollar. Die Spanne der Schätzungen reicht dabei von 1,80 bis 7,00 US-Dollar.
Am Montag nach US-Börsenschluss liefert CEO Andy Crespo neue Fakten. Er peilt für das vierte Quartal 2026 ein positives operatives Ergebnis an. Bis dahin muss Plug Power die teuren Zölle abfedern und die wachsende Projektpipeline in echtes Geld verwandeln.
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