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Symbolbild, KI-generiert

Plug Power: 25 Millionen Aktien zur Abstimmung am 11. Juni

Plug Power-Aktie fällt vor Hauptversammlung wegen drohender Ausgabe von 25 Millionen neuen Aktien. Operative Fortschritte stehen im Schatten der Kapitalmaßnahme.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust von fast 10 Prozent
  • 25 Millionen neue Aktien geplant
  • Umsatzwachstum von 22 Prozent
  • Hauptversammlung am 11. Juni

Fast 10 Prozent Kursverlust an einem einzigen Handelstag — Plug Power hat seinen Aktionären zum Wochenschluss einen ungemütlichen Freitag beschert. Der Wasserstoffspezialist schloss bei 2,80 Euro, womit sich der Sieben-Tage-Verlust auf knapp 18 Prozent summiert. Auslöser ist weniger eine operative Hiobsbotschaft als die Aussicht auf eine massive Kapitalverwässerung.

Hauptversammlung als Belastungsfaktor

Am 11. Juni 2026 tritt Plug Power zur Jahreshauptversammlung zusammen — und genau dieser Termin drückt auf die Stimmung. Zur Abstimmung steht ein neuer Aktienplan, der die Ausgabe von bis zu 25 Millionen zusätzlichen Aktien ermöglichen würde. Für ein Unternehmen, das noch keinen Gewinn schreibt und auf externe Kapitalzufuhr angewiesen bleibt, ist das ein empfindliches Signal.

Dabei hatte die Aktie erst Anfang Juni noch ein 52-Wochen-Hoch von 3,72 Euro markiert. Seitdem hat sie rund ein Viertel ihres Wertes abgegeben. Plug Power ist damit kein Einzelfall: Auch Ballard Power und NEL ASA verzeichneten am Freitag Verluste, nachdem der gesamte Wasserstoffsektor nach einer starken Jahresperformance in eine „Sell-the-News“-Dynamik geriet.

Operative Fortschritte, aber noch kein Gewinn

Abseits der Kursbewegungen zeigt das Unternehmen durchaus Fortschritte. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich auf minus 13 Prozent — ein deutlicher Schritt gegenüber minus 55 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Verlust je Aktie lag bei 0,08 Dollar und damit besser als von Analysten erwartet.

Zur Liquiditätssicherung nutzt Plug Power auch den Verkauf von Steuergutschriften. Für sein Wasserstoffwerk in St. Gabriel, Louisiana, erzielte das Unternehmen zuletzt 39,2 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Investment Tax Credits — eine nicht-verwässernde Finanzierungsquelle, die das Management gezielt einsetzt. Die Kassenposition liegt bei rund 800 Millionen Dollar. Positives EBITDA peilt das Management für das vierte Quartal 2026 an, volle Profitabilität erst für 2028.

Makroumfeld und Governance-Wechsel

Zur Hauptversammlung am 11. Juni kommt ein weiteres Ereignis: Boardmitglied Kavita Mahtani verlässt den Aufsichtsrat. Ein Führungswechsel in einer ohnehin angespannten Phase.

Hinzu kommt makroökonomischer Gegenwind. Der US-Arbeitsmarktbericht für Mai überraschte mit 172.000 neu geschaffenen Stellen positiv — was die Erwartungen an baldige Zinssenkungen weiter dämpft. Für kapitalintensive Wachstumssektoren wie grünen Wasserstoff ist ein anhaltend hohes Zinsumfeld strukturell belastend. Der RSI liegt bei 42,7, die annualisierte 30-Tage-Volatilität bei über 100 Prozent — die Aktie bleibt ein Hochrisikowert. Wie die Hauptversammlung über den Aktienplan abstimmt, dürfte die Richtung für die kommenden Wochen maßgeblich bestimmen.

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