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Plug Power: 2,4% Bruttomarge erreicht

Plug Power erzielt erstmals eine positive Bruttomarge durch eigene Wasserstoffproduktion, doch Analysten bleiben skeptisch angesichts hoher Verluste und Zollrisiken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erstmals positive Bruttomarge im vierten Quartal
  • CEO kommuniziert Strategie direkt auf Reddit
  • Ziel ist volle Profitabilität bis Ende 2028
  • Analysten bleiben mit Hold-Bewertung zurückhaltend

Im April hat Plug Power eine bemerkenswerte Wende hingelegt. Die Aktie legte allein im laufenden Monat rund 34 Prozent zu — und das trotz eines anhaltend schwierigen Umfelds für Wasserstoffunternehmen.

Erstmals positive Bruttomarge

Der wichtigste Kurstreiber ist ein historischer Wendepunkt in der Kostenstruktur. Im vierten Quartal 2025 erzielte Plug Power erstmals eine positive Bruttomarge: 2,4 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie noch bei minus 122,5 Prozent.

Der Grund: Das Unternehmen kauft Wasserstoff nicht mehr teuer am Markt ein. Stattdessen produziert es ihn selbst — in eigenen Werken in Georgia, Louisiana und Tennessee. Die Kosten sanken auf etwa ein Drittel des früheren Niveaus.

Der Quartalsumsatz kletterte auf 225 Millionen Dollar, 18 Prozent mehr als im Vorquartal und über den Analystenerwartungen. Beim Verlust je Aktie schnitt das Unternehmen mit minus 0,06 Dollar ebenfalls besser ab als die erwarteten minus 0,10 Dollar.

CEO wirbt auf Reddit

CEO Jose Luis Crespo wählte einen ungewöhnlichen Weg zur Investorenkommunikation. Am 16. April beantwortete er auf Reddit direkt Fragen von Privatanlegern — zu Kostensenkungen, zur Strategie und zur Rolle von Wasserstoff in der Energiewende.

Das Ergebnis: Das Nachrichtenvolumen auf der Plattform Stocktwits schoss innerhalb von 24 Stunden um mehr als 1.500 Prozent hoch. Die Stimmung dort gilt als „extrem bullish“. Crespo skizzierte dabei eine Neuausrichtung auf Rechenzentren, Industriestrom und Logistik als Wachstumsfelder.

Profitabilität 2028 — wenn alles klappt

Crespo hat öffentlich einen Fahrplan festgelegt: positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, volle Profitabilität bis Ende 2028. Parallel stärkte das Unternehmen seine Bilanz im ersten Quartal 2026 durch Vermögensverkäufe über 275 Millionen Dollar — darunter der geplante Verkauf des „Project Gateway“-Geländes an Stream Data Centers für mindestens 132,5 Millionen Dollar.

Die Risiken sind real. Zölle belasten die Lieferkette, besonders bei Brennstoffzellen mit chinesischen Bauteilen und europäischen Elektrolyseur-Importen, die nun mit 20 Prozent belastet werden. Und trotz allem: 2025 stand ein Nettoverlust von 1,63 Milliarden Dollar in den Büchern. Das angehäufte Defizit beläuft sich auf 8,2 Milliarden Dollar.

Wall Street bleibt skeptisch

Analysten halten sich zurück. Der Konsens lautet „Hold“ — und die Gewinnschätzungen sanken zuletzt leicht. Im Mai legt Plug Power die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Erwartet werden 141 Millionen Dollar Umsatz und ein Verlust von 0,10 Dollar je Aktie. Entscheidend wird sein, ob die Bruttomarge trotz Zolldruck hält — oder ob der April-Optimismus einen Rückschlag bekommt.

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